Das 2005 vom Dirigenten und Komponisten Amaury du Closel gegründete Forum Voix Etouffées – CEMUT („Centre Européen d’étude de la Musique et du Totalitarisme“), mit Sitz in Straßburg (Frankreich), ist die einzige französische Organisation, die sich dafür einsetzt, das umfangreiche musikalische Erbe von Musikern wiederzubeleben, denen durch die totalitären Regime des 20. und 21. Jahrhunderts (allen voran die nationalsozialistische Barbarei) die Möglichkeit zum Auftreten verwehrt wurde, und diesen künstlerischen Ansatz zu nutzen, um auf europäischer Ebene die starken Werte der Demokratie, den Kampf gegen Antisemitismus, Freiheit und Einheit zu verteidigen.
Das Forum Voix Etouffées – CEMUT lehnt einen mitleidsbetonten Umgang mit der Erinnerung ab und möchte eine „positive Erinnerung“ schaffen, wie es Alfred Grosser, Ehrenpräsident des FVE, formuliert, die als Instrument zur Reflexion über die Katastrophen der Vergangenheit und deren Überwindung im heutigen Europa dient. Durch seine Aufführungen (insbesondere dank der Mitglieder seines angeschlossenen Orchesters „Les Métamorphoses“), seinen Beitrag zur praktischen und theoretischen Forschung sowie seine Verbreitung und den Austausch über vielfältige Kanäle erreicht „Voix Etouffées“ jedes Jahr mehr als 50.000 europäische Bürger, entweder direkt oder durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Musik-, Gedenk- oder Forschungseinrichtungen in neunzehn Ländern.
Nach dem Tod seines Gründers Amaury du Closel im Oktober 2024 wurde die Leitung des Forum Voix Etouffées – CEMUT nun dem Pianisten, Chorleiter
und Musikwissenschaftler Thomas Tacquet übertragen.
Sora Elisabeth Lee Dirigentin
Camille Bauer Mezzosopran
Wiener Concert-Verein Orchester
Gerold Gruber Einführende Worte
Programm
ERNST TOCH
Sinfonietta für Streichorchester, op. 96
ARNOLD SCHÖNBERG
Walzer für Streichorchester
GEORG FRIEDRICH HAAS
„… aus freier Lust … verbunden …“
für Viola, Violoncello und Kontrabass
PAUSE
GUSTAV MAHLER
5. Sinfonie · IV. Adagietto
GUSTAV MAHLER
Rückert-Lieder
für Mezzosopran, Harfe und Streichorchester
Bearbeitung: Richard Dünser