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Susanne Amann

Foto Susanne Amann

Fachreferentin für Neue Musik, Leitung der Musikdatenbank (derzeit karenziert)
Telefon: +43 1 52104-11
Email: amann@musicaustria.at

Studium Flöte und Instrumentalpädagogik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie an der Hochschule für Musik Köln. Langjährige Unterrichtstätigkeit in Wien und Niederösterreich. Multiinstrumentalistin. Posaunenfan. Im mica leitet sie seit fünf Jahren die mica-Musikdatenbank, beschäftigt sich mit der Neuen Musik und hat nebenbei eine kleine Bibliothek aufgebaut. Wenn nicht in der Stiftgasse, dann gehäuft im Proberaum zu finden. Zu ihren großen Leidenschaften zählen die Kammermusik, der Minimalismus, der Zufall und natürlich das Reisen.


IM PORTRÄT

Bei Blasmusik starten und in zeitgenössischer „E-Musik“ landen, ist an sich schon eine Leistung – die Entfernung ist nicht gerade klein. Überwunden hat Susanne sie innerhalb kurzer Zeit. Begonnen mit zwölf Jahren und Märschen in der Musikkapelle im heimischen Vorarlberg, richtete sie sich mit dem Studium in Wien ganz neu aus. Bindeglied geblieben ist in ihrem Fall das Instrument, das bis heute dasselbe ist: die Querflöte.

Warum Wien und nicht Innsbruck oder Salzburg? „Es sollte möglichst weit weg sein“, meint Susanne und rekurriert damit auf das Thema Distanz. Prägendes Erlebnis, das sie vom musikalischem Mainstream weggeführt hat, war das Hören von Steve Reichs 1967 geschriebener „Violin Phase“. Hier wurde ihr auch die Welt des Minimalismus eröffnet – ein Musikstil oder auch: eine Technik, die sie bis heute in ihren Bann zieht. Hakt man nach und interessiert sich genauer für ihren Zugang zur Neuen Musik – ob intellektuell oder emotional -, so erklärt Susanne so lakonisch wie glaubwürdig: „Gefällt mir einfach.“

Noch im Studium, aber erst „für’s nächste Leben“ wünschte sie sich, Cello zu lernen. Ihr Freund hegte Zweifel an der Wiedergeburt und riet, es vielleicht doch schon in diesem Leben zu versuchen. Gesagt, getan und so definiert sich unsere Projektleiterin der Datenbank musikalisch heute selbst als „Interpretin an der Flöte und Musikerin und Komponistin am Cello“.

War eingangs von Abstand die Rede, kommen wir jetzt zur Annäherung, engagiert sich Susanne, die die alte Unterscheidung zwischen E und U gerne meidet, doch stark für die Überbrückung von Klüften. Mit ihrer Band Rotterdam verbindet sie elektronische und akustische, Pop- und Neue Musik.

Text: Peter Mußler