Wien (OTS/SK) – SPÖ-Kultursprecherin Sonja Ablinger begrüßte heute, Donnerstag, den Anstieg von österreichischer Musik im ORF. “Ich freue mich, dass sich ein Prozess, der mit einer parlamentarischen Enquete im Nationalrat zur Zukunft der Musik in Österreich begonnen hat, so erfolgreich entwickelt”, sagte Ablinger, die darauf hinwies, dass sich der Anteil österreichischer InterpretInnen am Musikprogramm des ORF von 23,06 Prozent im Juli 2008 auf 27,03 Prozent im Juli 2010 gesteigert hat. “Damit befindet sich der ORF auf einem guten Weg, die Dreißig-Prozent-Marke wie vereinbart zu erreichen”, so Ablinger.
“Österreichische Musikschaffende benötigen den ORF als Plattform für die Verbreitung ihrer Musik. Ich freue mich, dass der ORF seine Anstrengungen intensiviert hat, um diese wesentliche Rolle zu erfüllen”, betonte Ablinger, die anregte, auch im Fernsehen noch stärker österreichische Musikschaffende in den Vordergrund zu rücken und über die lebendige österreichische Musikszene zu berichten.
Am 3. Juni 2008 fand im Nationalrat eine parlamentarische Enquete unter dem Titel “ZukunftsMusik. Aktuelle Hausforderungen und musikalische Entwicklungsperspektiven in Österreich” statt, bei der von Seiten der Musikschaffenden auch der geringe Anteil österreichischer Musik im Österreichischen Rundfunk kritisiert wurde. In der Folge fanden Verhandlungen statt, die im Dezember 2009 mit einer Vereinbarung zwischen dem ORF und der Initiative SOS-Musikland abgeschlossen wurden: Der Anteil von Musik aus Österreich sollte bis 2011 auf 30 Prozent erhöht werden. Zahlen, die den TeilnehmerInnen des Dialoggremiums ORF-Musikschaffende vorgelegt wurden, belegen nun: Bis Juli 2010 konnte nun der Anteil von heimischen InterpretInnen im ORF von 23,06 Prozent auf 27,03 Prozent gesteigert werden, bei den KomponistInnen kam es zu einem Anstieg von 15,37 auf 18,02 Prozent.
Unterschiedlich sind die Ergebnisse bei den einzelnen Sendern: Ö1 verzeichnet bei den InterpretInnen einen Anstieg von 30,1 auf 42 Prozent, Ö3 von 11,6 auf 13,7 Prozent und FM4 von 17,9 auf 19,3 Prozent. Die Entwicklung bei den Regionalradios fällt unterschiedlich aus, der Anteil liegt dort in vielen Fällen bereits jetzt über 30 Prozent. mb/sas/ele