Shake Stew (c) Peter Van Breukelen

SHAKE STEW – „Gris Gris“

Mit „Gris Gris“ (Traumton Records) veröffentlichen SHAKE STEW am 1. November ihr mittlerweile drittes Studioalbum und werden sich damit wohl auch diesmal wieder einiges an Gehör verschaffen. Das in Wien ansässige, außergewöhnlich besetzte Septett bestehend aus zwei Schlagzeugern (NIKOLAUS DOLP, MATHIAS KOCH), zwei (Kontra-)Bassisten (LUKAS KRANZELBINDER, OLIVER POTRATZ) und drei Bläsern (CLEMENS SALESNY am Altsaxofon, JOHANNES SCHLEIERMACHER am Tenorsaxofon, MARIO ROM an der Trompete) schafft es abermals, stilistische Zwänge spielerisch zu sprengen und dabei tief in die Möglichkeiten verschiedenster kreativer Sphären einzutauchen.

Nach Veröffentlichung der ersten beiden Alben „The Golden Fang“ und „Rise and Rise Again“ war der Widerhall sowohl seitens des Publikums als auch der Presse enorm. Selten wurde einem neuen bzw. jungen österreichischen Ensemble innerhalb kürzester Zeit auch auf internationaler Ebene derart viel Aufmerksamkeit geschenkt. So lässt es auch nicht wundern, dass Shake Stew mittlerweile auf einen beachtlichen Tourkalender mit gefeierten Auftritten am Jazzfestival Saalfelden und am North Sea Jazz Festival in Rotterdam und mit einer Vielzahl an Darbietungen auf Festivals in Marokko, Mexiko, Kanada und der Türkei zurückblicken können.

Ein Werk, welches durch künstlerische und atmosphärische Freiheit glänzt

Neben der virtuosen Spielweise aller Beteiligten macht gerade das Zusammentreffen verschiedener musikalischer Einflüsse den Reiz dieser Platte aus. So finden sich hier moderne, von Drum ‘n’ Bass inspirierte Schlagzeugparts („Keep Walkin“), welche durch die Möglichkeiten einer doppelten Rhythmusgruppe bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurden, neben orientalisch anmutenden Klängen und „bluesigen“ Gitarrensounds (Special Guest auf der Singleauskopplung „Grilling Crickets in a Straw Hut“: Tobias Hoffmann). Auch auf der vor Kurzem veröffentlichten zweiten Single „So He Spoke“ sind die beeindruckenden Qualitäten von Shake Stew deutlich auszumachen. Das leicht versetzte Timing bzw. Phrasing von Trompete und Saxofon gibt der Melodie einen wunderbar meditativen, träumerischen Flow, welcher von Mario Roms Solo zusätzlich unterstrichen wird, während die Bewegungen des Kontrabasspulses die HörerInnen angenehm durch die gekonnt inszenierte Klangwelt dieses Titels leiten. So schafft es die Ausnahmeband, das Publikum immer tiefer in den Bann bzw. in den Geist von „Gris Gris“ zu ziehen und das Hörerlebnis noch intensiver wirken zu lassen.

Das Ensemble rund um den aus Kärnten stammenden Bassisten und Bandleader Lukas Kranzelbinder präsentiert mit „Gris Gris“ ein Werk, welches durch künstlerische und atmosphärische Freiheit bzw. die daraus resultierende Unvorhersehbarkeit glänzt, gleichzeitig aber immer den roten Faden, den „Spirit“ behält und daher auch nie beliebig oder zusammengewürfelt wirkt. Nur wenige KünstlerInnen schaffen es, sich so überzeugend auf dieser Schnittstelle zu bewegen.

Alexander Kochman

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Shake Stew live:

25.10.2019 SRB-Belgrad Jazz Festival, Belgrad
01.11.2019 DE–Hamburg, Überjazz
02.11.2019 NL-Amsterdam, Bimhuis
04.11.2019 DE-Nürnberg, Tafelhalle
05.11.2019 DE-München, Unterfahrt
06.11.2019 AT-Wien, Porgy&Bess
08.11.2019 BA-Sarajevo, Jazzfestival
09.11.2019 DE-Braunschweig (19.00 Uhr
09.11.2019 DE-Göttingen, Jazzfestival (24.00 Uhr)
14.11.2019 HU-Budapest, Opus Jazz Club
15.11.2019 DE-Bad Homburg, Speicher
19.11.2019 DE-Berlin, Gretchen Club
20.11.2019 PL-Wroclaw, Jazztopad Fest
14.01.2020 DE-Gauting. Theaterforum
16.01.2020 CH-Zürich, Moods
17.01.2020 DE-Tübingen, Sudhaus
18.01.2020 DE-Altdorf, Jazz & Beyond

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