RELEASE RADAR: NORBERT SCHNEIDER, SIXTUS PREISS, VICTORIA WEST UVM.

Aktuelle Veröffentlichungen zusammengefasst von Marisa Carvalho de Matos, Dominik Beyer und Michael Ternai. Der Release Radar ist eine Auswahl an Single Releases aus dem Bereich Pop/Rock/Elektronik made in Austria. Den Release Radar gibt es auch als Playlist auf Spotify.


Norbert Schneider – „Tanzen und Singen“ (Weimarer Salon Records // VÖ: 10.07.2026)

Mit „Tanzen und Singen“ präsentiert Norbert Schneider die zweite Vorabsingle seines kommenden Albums „Mono“ und schlägt dabei hörbar neue musikalische Wege ein. Der Wiener Liedermacher erweitert seinen gewohnt soulig-bluesigen Sound um Einflüsse aus Hip-Hop, Funk und Reggae, ohne dabei seine unverkennbare Handschrift oder den Wiener Dialekt aufzugeben. Inhaltlich richtet Schneider den Blick auf gesellschaftliche und geopolitische Entwicklungen, begegnet ihnen jedoch nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit trockenem Humor, feiner Ironie und einer entspannten Wiener Gelassenheit. So verbindet „Tanzen und Singen“ musikalische Leichtigkeit mit einem wachen Blick auf die Gegenwart und macht zugleich neugierig auf die stilistische Ausrichtung des kommenden Albums „Mono“.

Norbert Schneider

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Sixtus Preiss – „133” (Else Records // VÖ: 17.07.2026)

Die Zahl 133 kommt einem irgendwie bekannt vor. Also kurz die Suchmaschine befragt. Die Engelszahl 133 steht für Neuanfang, Kreativität und die Unterstützung durch höhere Mächte. In diesem Fall sind mit den höheren Mächten wohl Peter Rom (Gitarre), Manu Mayr (Bass) und Lukas König (Schlagzeug) gemeint. Ein passender Name also. Mit dem Neuanfang verhält es sich allerdings nur bedingt so. Denn diese Traumbesetzung rund um Sixtus Preiss an Synthesizern und Keyboards ist nicht neu – liegt nur inzwischen schon über zehn Jahre zurück. Der damals charmant dahinhatschende Instrumental-Ohrwurm “Lololo” mag zwar schon ein Weilchen her sein, vergessen wurde er aber nicht. „133″ klingt deutlich wilder, entschlossener und ist zugleich ein vielversprechender Vorbote auf das kommende Album im Herbst. So wild, das mit 133 vielleicht auch einfach der Polizeiruf gemeint sein könnte. Das lässt sich aber sicherlich bei folgendem Konzert-Termin im Rahmen des Kultursommers klären. So oder so eine Empfehlung. 

Sixtus Preiss Quartett
23.07.2026, 20:00 Uhr
Wilhelmsdorfer Park, 1120 Wien

Sixtus Preiss

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NESS – „Alles nur für mich“ (Warner Music International // VÖ: 17.07.2026)

Mit „Alles nur für mich“ legt NESS eine Popsingle vor, die sommerliche Leichtigkeit mit einer persönlichen Botschaft verbindet. Getragen von eingängigen Melodien und einem luftigen Sound erzählt die Wiener Künstlerin vom Ende einer Beziehung, die mehr Energie gekostet als gegeben hat. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der Schmerz des Abschieds, sondern der Moment, in dem der Blick wieder nach vorne geht. Mit positiver Ausstrahlung und einer spürbaren Aufbruchsstimmung wird der Song zu einer Hymne auf Selbstfürsorge und neues Selbstvertrauen. „Alles nur für mich“ vermittelt Optimismus, ohne die emotionale Tiefe aus den Augen zu verlieren, und entwickelt gerade dadurch einen sommerlichen Vibe, der lange nachklingt.

NESS (Instagram)

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Union 1850 – „Manifest” (Union 1850 & DJ Präsident // VÖ:10.07.2026)

„Mit ‚MANIFEST’ liefert Union 1850 eine Hymne für alle Atzen die sich politisch engagieren. Was es genau mit diesen Mehrzweckeiern auf sich hat, weiß niemand…“ So und nicht anders lautet der ganze Pressetext des neuen Songs von Union 1850. Und da merkt man schon, dass sich die Gruppe selber nicht so ernst nimmt. Trotz Schmäh hauen die Artists dabei ein politisches Statement nach dem anderen raus und positionieren sich klar anti-rechts. Durch diese spannende Kombination fetzt dieser Atzenrap richtig rein. Smokeman Gorbatschow und 50 Schilling teilen aus wie am Fließband und es entsteht durch den drängenden Beat von DJ Präsident wahrlich ein starker Protestsong. 

Union 1850 (Spotify)

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Victoria West – „Better” (POMWEST // VÖ:03.07.2026)

„Lately i’ve been doing so much better”. Victoria West veröffentlicht mit „Better” einen Song über den Moment, wenn man eine gewisse Person endlich loslässt. Die Gefühle sind vielleicht immer noch vorhanden, aber man realisiert, dass man bei getrennten Wegen einfach besser dran ist. Musikalisch packt sie diese erlösende Situation in einen cloud-pop-ähnlichen Sound mit positivem und melancholischem Flair. Der schwebende, synthige Klaviersound und die gemütlichen Gitarrenklänge unterstreichen diese befreiende Atmosphäre hervorragend.

Victoria West

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