Release Radar: AVA FINA, BAITS, SANNA FRANKIE, JACKY ALLMAIER, KEYHAN, jōshy & JerMc UVM.

Aktuelle Veröffentlichungen zusammengefasst von Romy Theune. Der Release Radar ist eine Auswahl an Single Releases aus dem Bereich Pop/Rock/Elektronik made in Austria. Den Release Radar gibt es auch als Playlist auf Spotify.


AVA FINA – “WILD WOMAN” (NOW IS NOT FOREVER // VÖ: 16.01.´25)

AVA FINA war zuletzt vergangenes Jahr mit „No Money“ im mica Release Radar und veröffentlicht mit „Wild Woman“ eine neue Single. Sie ist Teil der kommenden EP „Simultaneously Stimulating“, die am 10.04.26 erscheinen wird. „Wild Woman“ geht tief und ist eine Kampfansage an Zuschreibungen und Glaubenssätze, die in uns stecken, und will befeuern, sich selbst zu geben, was man braucht. „You’re a queen of your heart, of your soul, why do you treat your empire so poorly?“, singt die Salzburger Musikerin und stellt damit die Weichen für ein Leben, das niemandem außer sich selbst gerecht werden möchte. Mix und Produktion des Releases stammen von der Koryphäe Sophie Lindinger (My Ugly Clementine, Leyya). AVA FINA´s EP-Release-Konzert findet am 25. April im Kramladen Wien statt. Also gleich mal den Kalender zücken! Wer das jedoch verpasst, hat die Gelegenheit, sie bei ihrem Showcase am WAVES Festival Wien 2026 zu sehen.

Ava Fina (Instagram)

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BAITS – “ON THE RUN” (BAITS // VÖ: 16.01.´26)

Baits veröffentlichen mit „On The Run“ eine erfrischende Punkrock-Single. Die Lyrics lassen offen, ob sie Mantra oder Schlusstrich sind: „I have enough, I am enough, always enough“, und plädieren dafür, sich nicht zu viel aufzuladen: „Trying too hard will make you fail“. Baits veröffentlichten seit 2021 drei Studioalben, wovon das letzte („All Filler No Killer“) die erste Veröffentlichung unter dem Label Noise Appeal Records war – den neuen Song released die Band jedoch wieder in Eigenregie. Baits waren vergangenes Jahr Opener für Madsen in der Arena Wien auf deren 20-Jahre-Jubiläumstour und bespielen demnächst wieder mehrere Bühnen: Angekündigte Shows finden statt in München (4.2.), Köln (5.2.), Hamburg (6.2.) und Berlin (7.2.).

Baits (Instagram)

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SANNA FRANKIE – “YOU AND I” (RAIN RECORDS // VÖ: 09.01.´26)

sanna frankie’s Talent ist unbestreitbar, in ihrer Musik unmittelbar spürbar. Die Newcomerin erzeugt in Hörer:innen ein wohliges Gefühl, wie als würde der Regen gegen die Scheiben trommeln, während du dich im warmen Haus in ein Buch vergräbst. „You and I“vereint gekonntes Songwriting, schwebende Vocals und Pop mit Singer-Songwriter-Feeling zu einem seidigen Hörerlebnis. Thematisch behandelt sanna frankie darin die schmerzhafte Entscheidung jemanden, als Akt der Selbstliebe, gehen zu lassen. Der Release ist sanna frankie’s letzte Single-Auskopplung, bevor ihr Debütalbum mit dem Titel „ceberus“ (VÖ: 27.02.2026) erscheint.

sanna frankie (Instagram)

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Jacky Allmaier – „Stop Talking and Dance“ (Allmaier Records // VÖ: 09.01.’26)

Mit „Stop Talking and Dance“ liefert Jacky Allmaier den perfekten Soundtrack für Tanzabende und spontane Partynächte. Der Folk-Pop-Track sprüht vor Energie, Lebensfreude und jener besonderen Aufregung, die entsteht, wenn gute Freund:innen und laute Musik aufeinandertreffen. Der Song feiert das Loslassen: weniger reden, mehr fühlen, mehr tanzen. „Stop Talking and Dance“ fängt das Kribbeln eines Abends ein, an dem alles möglich scheint – Beats im Bauch, flackernde Blicke und das Gefühl von Freiheit, das nur Musik auslösen kann. Mit positiver Power und unbeschwerter Leichtigkeit lädt Jacky Allmaier dazu ein, den Moment zu genießen und sich ganz der Tanzlaune hinzugeben. Nach früheren Enttäuschungen entscheidet sich die Protagonistin bewusst gegen Erwartungen und Gespräche – sie will tanzen, frei sein und den Augenblick leben. Fröhlich, selbstbewusst und mitreißend hält der Track genau das, was er verspricht: gute Laune, positive Vibes und pure Tanzenergie. Ein Song, der jeden Raum im Handumdrehen in eine kleine Party verwandelt.

Jacky Allmaier (Instagram)

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Keyhan – „Blue Sky“ (VÖ: 08.01.’26)

Mit „Blue Sky“ veröffentlicht der Wiener Musiker Keyhan einen Visualizer, der queeres Begehren in all seiner Intensität und Widersprüchlichkeit sichtbar macht. Der Song erschien bereits am 21. November, das Video eröffnet nun eine neue visuelle Ebene dieser Geschichte. „Blue Sky“ pulsiert vor Lust und Obsession. Keyhan erzählt von der Faszination für einen Mann, der ihn mit einem permanenten Spiel aus Nähe und Distanz gefangen hält. Der Song behandelt Themen wie Verlangen, Macht und emotionale
Abhängigkeit. Freiheraus, leicht provokant und roh verwandelt „Blue Sky“ Sehnsucht in pure Kraft. Keyhan ist Sänger, Komponist und Produzent. In seiner Musik verarbeitet er den Kampf um Identität, Freiheit und Zugehörigkeit – Themen, die ihn als queeren Künstler mit iranischen Wurzeln prägen.

Keyhan (Instagram)

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jōshy & JerMc – „Marathon“ (Heiße Luft Records // VÖ: 02.01.’26)

Die neue Single „Marathon“ von jōshy und JerMc ist ein entspannter, grooviger Song mit verspielten Effekten, die stellenweise an Mario-Kart-Sounds erinnern. Ein Wohlfühl-Track, bei dem Kopfnicken vorprogrammiert ist und den man problemlos auf Dauerschleife hören kann. Der von Devaloop produzierte Track verbindet musikalische Leichtigkeit mit Texten über den eigenen Weg im Musikbusiness. Nach vielen Jahren Erfahrung sind die Künstler zwar in den Beinen müde geworden, behalten ihr Ziel jedoch fest im Blick. Smoothe Beats treffen auf aussagekräftige Bars und unterstreichen die gelassene Grundstimmung des Songs. Stilistisch bewegen sich jōshy und JerMc im deutschsprachigen Hip-Hop und Rap, wobei sie klassischen Boom-Bap-Vibe mit modernen Sounds kombinieren. Devaloops Produktion sorgt dabei für einen warmen, groovigen Klang, der den Track abrundet. Inhaltlich nutzt „Marathon“ das Bild eines langen Laufs als Metapher für den eigenen künstlerischen Werdegang: kein Sprint, sondern Ausdauer, Selbstreflexion und Vertrauen in den eigenen Prozess. Die Frage „Sind wir schon da?“ steht sinnbildlich für Zweifel und Motivation zugleich. Der Song handelt vom Dranbleiben, vom Genießen des Weges und davon, trotz Müdigkeit fokussiert zu bleiben.

jōshy (Instagram)
JerMc (Instagram)

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Gabriel Denk – „down down down“ (GD Records // VÖ: 02.01.’26)

Die neue Single „down down down“ von Gabriel Denk setzt sich intensiv mit inneren Abwärtsspiralen, Selbstzweifeln und dem Gefühl auseinander, die Kontrolle über die eigenen Gedanken zu verlieren. In seinen Lyrics stellt Denk existenzielle Fragen nach Orientierung und Halt – eindrücklich formuliert in den Zeilen „Is that your mind that’s taken over you?“ und „Won’t you just wait for another sign“, die den inneren Dialog zwischen Zweifel und Hoffnung widerspiegeln. Mit seiner Musik stellt Gabriel Denk die Balance zwischen klassischer Popkultur und moderner Musikwelt wieder her. Sein gitarrenorientiertes Songwriting ist tief in der Tradition der 60er Jahre verwurzelt und verbindet sorgfältig arrangierte Kompositionen, poetische Texte und ausdrucksstarke Gitarrenparts. Besonders die mitreißenden Gitarrensoli entwickeln sich live zu echten Höhepunkten. Produziert, gemischt und eingespielt wurde der Song von Gabriel Denk selbst. Nach der EP „Used To Feel“ (2022) und seiner Debüt CD „Stopped Thinking“ (2024) lohnt es sich, auch die neue Single „down down down“ anzuhören.

Gabriel Denk (Instagram)

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Sammas – „OWM (Oida Weißer Monn)“ (VÖ: 19.12.’25)

Die neue Single „OWM (Oida Weißer Monn)“ der Grazer Band Sammas ist seit Dezember ‘25 verfügbar und setzt ein deutliches Zeichen gegen veraltete Machtstrukturen und patriarchale Denkmuster. Mit einer selbstbewussten Mischung aus Austropop, Soul und Funk verbindet der Song lässige Grooves mit politischer Haltung. „OWM“ ist ein unmissverständliches musikalisches Aufbegehren gegen Bevormundung und Ungleichheit. Im Zentrum stehen Samantha Jeschko und Katharina Karner – ein energiegeladenes Frontfrauen-Duo, das mit charismatischem Gesang, Gitarre und Saxophon eine starke Präsenz entfaltet. Empowernde Lyrics treffen auf einen leichten Beat. Zwischen Widerstand und Selbstermächtigung erzählt „OWM“ von weiblicher Perspektive, Zusammenhalt und dem Mut, Raum einzunehmen. Der Song lädt zum Mitfühlen, Mitdenken und Mittanzen ein.

Sammas (Instagram)

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rogine – „impossible to remove“ (VÖ: 16.01.’26)

rogine veröffentlicht mit „impossible to remove“ (feat. Aaron Abebe) eine außergewöhnliche Single. Beim Hören lässt einen der Song beinahe schwermütig werden, vermittelt jedoch zugleich eine spürbare Wärme. Für vier Minuten fühlt es sich an, als würde man einen Einblick in rogines Kopf erhaschen. Rogine Moradi ist eine multidisziplinäre Künstlerin und Musikerin mit Sitz in Wien. Seit 2016 studierte sie an der Akademie der bildenden Künste Wien, zunächst bei Monica Bonvicini, und schloss ihr Diplom im Juni 2023 bei Iman Issa in der Klasse Skulptur und Strategischer Raum ab. In ihrer künstlerischen Praxis schafft Moradi immersive Räume, die sich mit Sprache und deren Übersetzung in alternative Kommunikationsformen auseinandersetzen. Ausgehend von selbst verfassten Texten und Gedichten überträgt sie sprachliche Inhalte in physische Formen. Materialien wie Stoffe und Netze werden dabei zu Trägern eigener „Sprachen“, die jenseits traditioneller linguistischer Grenzen kommunizieren. Parallel zu ihrer bildenden Kunst entwickelt Moradi ihre musikalische Arbeit unter dem Namen rogine. Ihr Debütalbum „breathe down my neck“ setzt sich intensiv mit der Vielschichtigkeit von Trauer auseinander. Mit introspektiven Texten und experimentellen Klängen thematisiert das Album Verlust, Erinnerung und Sehnsucht auf persönlicher wie kollektiver Ebene. Insgesamt untersucht Rogine Moradi in ihrem visuellen wie musikalischen Schaffen die Schnittstellen von Sprache, Materialität und sinnlicher Erfahrung. Ihre Arbeiten laden zur Introspektion ein und hinterfragen konventionelle Kommunikationsformen durch immersive und poetische Wege.

rogine – Instagram

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