„Man muss das Rad nicht neu erfinden, aber ich kann ja mein Rad neu erfinden“, sagte Jo The Man The Music in einem FM4-Interview. Genau dieses neu erfundene Rad hat nun die Form einer Platte angenommen: „Soft Skin“, die neue EP von Jo The Man The Music.
Jo’s soft skin
Genretechnisch bewegt sich Jo The Man The Music zwischen Indie-Pop und Alternative Rock. Leise Gesangspassagen, Refrains mit Ohrwurmpotenzial und Gitarren tragen ihre Lieder. Neben typischen Pop- und Rockelementen nutzt Jo auch ungewöhnlichere Sounds wie Vogelgezwitscher oder eine Klarinette. Diese Elemente schmiegen sich wunderbar in das Gesamtbild ein. Die Songs wirken abwechslungsreich und bekommen dadurch etwas ganz Eigenes. Die Lieder klingen so, als hätte sich Jo The Man The Music kein starres Konzept für die EP überlegt, sondern ihren Gefühlen freien Lauf gelassen.
Inhaltlich stehen persönliche Erfahrungen im Mittelpunkt. In „Better at their shit“ geht es um den ständigen Vergleich mit anderen und das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Der Song beschreibt einen inneren Druck, der vielen jungen Menschen bekannt ist, besonders in einer Zeit, in der Erfolge oft auf sich warten lassen und man ein hohes Maß an Durchhaltevermögen beweisen muss. „Skinny Dipping“ erzählt vom Mut, Neues auszuprobieren und die eigene Komfortzone zu verlassen – auch wenn man sich dabei unsicher fühlt.
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Die wunderbar, seltsamen 20er
Ein zentrales Thema der EP ist das Erwachsenwerden. „Soft Skin“ zeigt kein ideales Bild vom Erwachsensein. Es geht eher ums Suchen und Ausprobieren. In „To Be Sexy“ wird dieses Chaos akzeptiert. Es geht um den Wunsch, sich selbst zu verstehen, ohne dabei alles unter Kontrolle haben zu müssen. Besonders deutlich wird diese Haltung im Track „Rocket Science“. Mit der Zeile „Baby, it’s not rocket science / it is what it is“ erinnert der Song daran, dass nicht alles kompliziert sein muss. Zweifel und Unsicherheiten werden angenommen und gehören einfach zum Leben dazu. Jo feierte über die Jahre einige Erfolge wie z. B. Chartplatzierungen, Festivalauftritte und internationale Support-Shows. Jo The Man The Music gelingt es, persönliche Gefühle in Musik zu übersetzen. Menschen, die selbst noch auf der Suche sind, werden sich in der EP wiederfinden können. Es ist okay, noch nicht alle Antworten zu haben. Einfach machen, ausprobieren und das Leben nicht allzu ernst nehmen, lautet die Quintessenz.
Romy-Christin Theune
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live
22.01. Paris, FR* Badaboum
24.01. Amsterdam, NL* Paradiso
25.01. Frankfurt, DE* Zoom
26.01. Köln, DE* Gloria
27.01. Hamburg, DE* Mojo Club
29.01. Berlin, DE* Festsaal Kreuzberg
30.01. Leipzig, DE* Naumanns
31.01. Prag, CZ* Café V Lese
02.02. Wien, AT* WUK
03.02. München, DE* Muffathalle
04.02. Stuttgart, DE* Im Wizemann
30.05. Dornbirn, AT Dynamo Festival
* Benjamin Amaru Support
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Links:
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Jo the Man the Music – Homepage
