Reinhard Panzenböck – No nie in mein Lebn

Es gibt sie noch, jene MusikerInnen, die den Austropop nicht für ausgestorben halten, die dieser Musikform, auch entgegen jedem Zeitgeist, immer noch die Treue halten. Der Niederösterreicher Reinhard Panzenböck zählt zu diesen unbeirrbaren und enthusiastischen Kämpfern. Mit „No nie in mein Lebn“ legt der Liedermacher, Sänger und Gitarrist nun sein Erstlingswerk vor, auf dem in wunderbarer Form eine Brücke von der Vergangenheit ins Heute geschlagen wird.

Reinhard Panzenböck setzt den von einem Georg Danzer oder Wolfgang Ambros eingeschlagenen Weg konsequent fort, ohne sich diese aber zum Vorbild zu nehmen. Dafür hat der Niederösterreicher zu viele eigene Ideen. Er weiß ganz genau, wie er was zu welcher Zeit in Szene zu setzen hat, wie er Stimmungen erzeugen kann. An dem Punkt, an dem andere in Klischees zu versinken drohen, blüht der in Scheibbs lebende Sänger und Gitarrist erst so richtig auf. Für ihn geht es nicht nur alleine um die Traditionspflege, vielmehr versucht er seine Musik und das Gefühl für den Austropop in der Jetztzeit zu transferieren.

Neben seinem ausdruckstarken Gesang und den unbestreitbaren spielerischen Fähigkeiten sind es vor allem sein ausgeprägtes Musikverständnis, sowie ein großes Gespür für wunderbare Arrangements und Melodien, welche die talentierten Niederösterreicher auszeichnen. Reinhard Panzenböcks selbstbewusste Herangehensweise findet ihren Ausdruck letztlich in einem höchst eigenständigen Gesamtsound, der sich  erfreulicherweise deutlich von bekannten Mainstream-Popentwürfen abhebt und als eigenständiges Ganzes mit einem hohen Wiedererkennungswert für sich steht.

„No nie in mein Leben“  bietet schlicht und einfach feinsinnige, an Schattierungen reiche Popmusik. Am Ende der Fahnenstange ist Reinhard Panzenböck mit dieser Veröffentlichung Sicherheit noch nicht angekommen. Es war sein Traum, einmal eine CD zu produzieren, warum sollte mit diesem jetzt plötzlich Schluss sein. (mt)

Reinhard Panzenböck