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Recherche zu Vertrauensstelle(n) gegen Machtmissbrauch in Kunst, Kultur und Sport gestartet

Kulturrat Österreich untersucht Wünsche, Notwendigkeiten, konkrete Vorstellungen. Geplanter Abschluss bis Ende des Sommers.

Mitte März hat der Kulturausschuss des Nationalrats die Einrichtung einer Vertrauensstelle für Betroffene von Machtmissbrauch in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport beschlossen. Der Kulturrat Österreich hat als Dachverband von Interessengemeinschaften aus Kunst und Kultur die Initiative ergriffen und wird in einem vom BMKÖS geförderten Projekt das bestehende Wissen zum Thema recherchieren sowie Anforderungen an eine oder mehrere solche Vertrauensstelle(n) erheben. Dabei werden auch bereits im Sport vorhandene Erfahrungen mit einbezogen.

In einer auf vier Monate ausgelegten Recherche werden Personen und Institutionen zu Strukturen, Erfahrungen und Vorstellungen befragt. Geplant ist die Einbindung aller Beteiligten aus den Bereichen Kunst, Kultur und Sport sowie bestehender Schnittstellen. Sowohl Institutionen, Stellen und Initiativen mit ähnlicher Zielsetzung als auch potenziell Betroffene werden über spezifizierte Interviews und Online-Umfragen angesprochen. Durch diesen Rechercheprozess sollen zunächst existierende Strukturen und Anliegen eruiert werden, um in Folge Handlungsfelder für den Aufbau einer oder mehrerer Vertrauensstelle(n) benennen zu können.

Ausgangspunkt wird ein Versuch der Klärung sein, welche Arten von „Machtmissbrauch“ dabei abgedeckt werden sollen. Welchen Bedarf, welche konkreten Anliegen gibt es jeweils in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport? Welche Strukturen und Bedingungen schaffen Vertrauen, wie können Strategien gegen Machtmissbrauch aussehen? Mit Ergebnissen ist Ende des Sommers zu rechnen. Wir werden berichten.

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