
Die bisherige Karriere dieser Band liest sich wie eine echte Erfolgsgeschichte. Einst aus dem Burgenland nach Wien gekommen, haben die großen Ambitionen Ja, Panik inzwischen in die deutsche Hauptstadt Berlin geführt, wo die Combo rund um den Sänger und Gitarristen Andreas Spechtl in den letzten Jahren vom Feuilleton als eine der großen Nummern des deutschsprachigen Indiepop abgefeiert wurde. Mittlerweile als Trio am Start, haben Ja, Panik Anfang 2014 mit ihrer neuen CD „LIBERTATIA“ die in sie gesteckten hohen Erwartungen einmal mehr erfüllen können, was natürlich auch daran liegt, dass sich Andreas Spechtl und seine Kollegen Stefan Pabst (Bass) und Sebastian Janata (Schlagzeug) hörbar eine ordentlich Portion Weiterentwicklung verabreicht haben.
Standen in der Vergangenheit vorwiegend die rockigen Aspekte der Musik im Vordergrund, bewegen sich Ja, Panik anno 2014 doch deutlich mehr in einem poppigeren Kontext. Was aber keineswegs bedeutet, dass sich Spechtl, Pabst und Janata sich nun ganz einem kantenlos produzierten Mainstream-Einheits-Sound hingeben. Nein, von diesem sind die drei Wahlberliner erfreulicherweise meilenweit entfernt. Was auf „LIBERTATIA“ dem Programm steht, ist eine gewisse musikalische Neuorientierung, eine Art Öffnung hin auch zu anderen Stilen wie Soul, Funk, Disco und New Wave. Ein dem ersten Eindruck nach zugegebenermaßen nicht ganz risikoloser Schwenk, der aber, wie sich nun zeigt, voll aufgegangen ist und auch gefällt, wie die erneut überaus positiven Reaktionen und Kritiken zeigen.

Michael Ternai
Foto Ja, Panik: Gabriele Summen
Foto Fuzzman & The Singin Rebels: Niki Meixner
Fuzzman