
Wieso die Platzkonzerte sich in der Vergangenheit einer so großen Beliebtheit erfreut haben? Nun, zum einen zeigt schon alleine der kurze Blick auf das Programm, dass von den Organisatoren in Sachen musikalischer Vielfalt und Qualität in keinster Weise irgendwelche Abstriche gemacht werden. Es soll jeder auf seine Kosten kommen, Liebhaber des Jazz ebenso wie Pop- und Rockfans, Anhänger des modernen Liedermachertums genauso wie solche der experimentellen Klänge. Darüber hinaus sind die Platzkonzerte ein Ort, an dem es viel Neues zu entdecken gibt. Denn ganz bewusst wird auch noch weniger bekannten, aber für die Zukunft sehr vielversprechenden Acts die Bühne geboten, sich einem neuen Publikum zu präsentieren. Klarerweise im Programm nicht fehlen dürfen Bands und MusikerInnen aus Österreich, die sich bereits einen Namen gemacht haben, und die die Konzerte im WUK vor allem dafür nutzen, einerseits neues Material zu präsentieren, andererseits sich einmal in einem eher intimeren Rahmen mit ihren Fans auszutauschen. In diesem Jahr ebenfalls zu Gast sein werden einige interessante internationale Acts aus Australien, Japan und Israel.
Eröffnet wird der illustre sommerliche Musikreigen von der Wiener Folktruppe Harlequin‘s Glance, die Ende des vergangenen Jahres mit ihrer Veröffentlichung „Ashore“ doch einiges an Staub aufwirbeln konnten. Auch deswegen, weil Sänger der Band, Gernot Feldner, der amerikanischen Liedermacher-Legende Tom Waits in einer solch beeindruckenden und authentischen Art seinen Respekt zollt, wie es nur wenige andere tun. Für weitere schöne Konzerterlebnisse sorgen werden in den vier Wochen unter anderem Sänger, Gitarrist und Songwriter Bernhard Schnur (10.7.), die wunderbare Agnès Milewski (16.7.), Luna*Lab, das neue Projekt von Angela Tröndle (17.7.), Daniel Pabst (19.7.), Novi Sad (26.7.), die Wiener Band Propella (30.7.), Irmie Vesselsky (2.8.), die Rocker Ash My Love (9.8) und viele mehr. (mt)
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