
Bei Paradicso handelt es sich um eine Band, die zwar in Wien ansässig ist, deren Mitglieder aber aus allen Himmelsrichtungen stammen. Und genau dieser Umstand kommt auch in der Musik der fünfköpfigen Combo auf sehr hörbare Art zum Ausdruck. Als ob es nichts Selbstverständlicheres gäbe, werfen Fabrice Désiré (Gitarre, Mandoline, Gesang), Christian Edbauer (Gitarre, Cajon, Gesang), Carina Auzinger (Klarinette, Gesang), Maria Pepelnik (Violine) und Agnes Kilyenfalvi (Kontrabass) zunächst einmal verschiedenste Klangtraditionen und Spielformen in einen Topf, um dann einmal ordentlich umzurühren. Und das tun sie mit einer gehörigen Portion Spielwitz und einer unbändigen Spielfreude. Was der Fünfer entstehen lässt, ist ein aus Jazz, Klezmer, modernem Folk und Liedermachertum, Swing, Bossa Nova, französischem Chanson und Elementen kreolischer Musik zusammengesetzter Soundmix, der genauso facettenreich und vielschichtig, wie auch beschwingt und leichtfüßig daherkommt.

„Diasporama“ ist ein Album vieler Musiksprachen geworden, eines, das sich auf verspielte und gefühlvolle Art erschließt. Wirklich kategorisieren lässt sich das Gehörte nicht, was aber nicht stört, erwächst doch gerade aus diesem Umstand der besondere Reiz dieser Platte. Die nächste Gelegenheit, Paradicso live zu erleben, gibt es unter anderem am 14. November im Theater am Spittelberg in Wien. (mt)
Termine:
14.12. Mike`s Werkstatt, Wien