Neues Werk für Orchester von Friedrich Cerha

Eine ganz besondere Ehre wird im kommenden Monat dem österreichischen zeitgenössischen Komponisten Friedrich Cerha zuteil. Sein neuestes Orchesterwerk “Like a Tragicomedy” wird am 13. Feber in der Bridgewater Hall in Manchester vom international renommierten BBC Philharmonic Orchestra uraufgeführt. Dirigent ist der ebenfalls aus Österreich stammende Heinz Karl Gruber.

Friedrich Cerha zählt ohne Zweifel zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der österreichischen Musikszene. Nur wenige andere heimische Komponisten haben ab der Nachkriegszeit der Neuen Musik in diesem Land so sehr den Stempel aufgedrückt, wie es der gebürtige Wiener getan hat. Er war zu großen Teilen mitverantwortlich dafür, dass sich hierzulande eine vollkommen neue Musiksprache entwickeln und auch etablieren konnte. Eine Stilistik die außerhalb Österreichs heute noch große Beachtung erfährt. Auch an der Gründung des inzwischen international renommierten Ensembles die reihe im Jahre 1958 war Friedrich Cerha maßgeblich mitbeteiligt.

 

Geboren wurde Friedrich Cerha 1926. Er studierte an der Wiener Musikakademie Violine, Komposition, Musikerziehung sowie an der Universität Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie. In seiner inzwischen langjährigen musikalischen Tätigkeit konnte sich Cerha sowohl als Komponist, wie auch als Dirigent von Ensembles, Orchester, Opern einen Namen machen. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt vor allem auf der Musik des vergangenen Jahrhunderts. Besonders Werke von Schönberg, Berg und Webern haben es ihm dabei angetan.

 

Über sein neues Werk “Like a Tragicomedy” meint Cerha: “Zum Gleichnishaften haben mich Bildtitel eines Freundes, des Malers Max Weiler angeregt, von denen die meisten mit einem Wie beginnen. Es ist ein Hinweis, dass es sich um Symbole handelt, nicht um ein Programm. Im Stück wechseln dramatische Szenen mit melancholischen Ruhepunkten. Der Schluss mündet ins für uns kleine Menschen Zeitlose, in dem kaum mehr Veränderung geschieht.”

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Friedrich Cerha