
Den Ausgangspunkt dazu gab ein Pressefoto, das 2008 für Rauschen im medialen Blätterwald sorgte: Zwei Mädchenkörper liegen im Sand, bis zu den Knöcheln von Strandtüchern bedeckt; im Hintergrund ein Paar beim Sonnenbaden. Der Künstler Kristof Georgen (D) hat die Produktion der fünf Musiktheater-Uraufführung von Beginn der Bühnenproben bis zur Derniere mit der Kamera begleitet.
Erste Bildsequenzen entstanden im Dunkel eines Arbeitsprozesses im Bühnenraum. Interviews mit den KomponistInnen Cio D’Or, Natalia Gaviola, Brigitta Muntendorf, den Komponisten Hüseyin Evirgen und Filippo Perocco; mit den Regisseuren Thierry Bruehl, Hans-Peter Jahn und Jürgen Palmer. Darüber hinaus: Film- und Tonaufzeichnungen aus der Stadt Salzburg, Bilder vom eigentlichen Ort des Geschehens: der Strand von Torregaveta nahe Neapel, 1135 Kilometer vom Schauplatz des Festivals entfernt. Nachrichtentexte und Zitate, Musik aus den Taschenopern.

Sein „Nachspiel“ zum Taschenopernfestival hat Kristof Georgen als Kreislauf angelegt – von der Fotografie über die Komposition, das Theater und die Inszenierung zum Film. Als Dokumentation und Montage, zugleich aber als eigenständige weitere Aufführung des Taschenopernfestivals, überlagern sich unterschiedliche Darstellungsebenen und schlagen damit den Bogen zur eigenen Handlungsmöglichkeit: Für den Betrachter gilt es, die hier geschaffene „mediale Information“ erneut zu sortieren.
Freitag, 14. März 2014, 20 Uhr, oenm Atelier im Künstlerhaus
Nachspiel – Filmpremiere zum Taschenopernfestival 2013 im Rahmen der Reihe oenm.privat
musikalisch begleitet von Josef Steinböck, Tuba
im Anschluss Wein, Brot & Gespräche