
Fern jeder Trendanbiederung
In einer Zeit, in der nicht wenige Pop- und Rock-Bands nach dem nächsten Drei-Minuten-Hit schielen, sind es vor allem Gruppen wie Mother`s Cake, die ein musikalisch anspruchsvolleres Kontrastprogramm fahren. Yves Krismer, Benedikt Trenkwalder und Jan Haußels ziehen, wie auch ihr bärenstarkes 2012er Debüt „Creation`s Finest“ zeigt, fern jeder Trendanbiederung ihr ganz eigenes Ding durch, was nichts anderes bedeutet, als dass sie ihren vielschichtigen und mit Funkelementen garnierten Rock-Nummern auch alle Zeit lassen, die diese benötigen, sich wirklich vollends zu entfalten. Da kommt es auch schon vor, dass eine Nummer ihre acht Minuten dauert. Hinzukommt, dass die drei Jungs instrumental überdurchschnittlich beschlagen sind und diese Fähigkeiten auch dahingehend zu nutzen wissen, wirklich abwechslungsreiche und lässige Musik auf den Weg zu bringen.

Es sind genau eben diese Eigenschaften, die Mother`s Cake, die bei dem Konzert im Innsbrucker Kulturcafe Propolis von Heidi Erler (Gesang), Andreas Tentschert (Keyboard) und Charly Mair (Percussion) unterstützt worden sind, auf „Off The Beaten Track“ in wirklich eindrucksvoller Manier zum Ausdruck bringen. Man hört und spürt, dass die Bühne das eigentliche Zuhause dieser Truppe ist. Die Art, mit der die Tiroler ihre Nummern live mit Leben erfüllen und mit welcher Energie und welch unbändiger Spielfreude sie diese performen, nötigt einem schon ordentlichen Respekt ab.
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Zeitgleich mit dem Album erscheint auch ein über ein Crowd-Funding-Projekt von Fans mitfinanziertes Video mit einer Länge von knapp 50 Minuten. Ohne jede nachträgliche Audiobearbeitung und in einem Take aufgenommen, zeigt es die Band wie sie in ihrer musikalischen Genialität leibt und lebt.
Michael Ternai