MOTHER‘S CAKE – „Love The Filth“

Mit „Creation‘s Finest“ hat die Tiroler Band MOTHER‘S CAKE 2012 schon einmal eine richtige Punktlandung hinbekommen. Die Kritiken waren euphorisch und die Konzertreisen führten bis nach Australien. Mit „Love The Filth“ (Panta R&E) soll nun der nächste erfolgreiche Schritt hin zum Gipfel des Rockolymps folgen.

Mother‘s Cake haben auf Album Nummer zwei nicht einen, sondern gleich mehrere Schritte nach vorne getan. Und das in allen Belangen. Dass das Trio klasse Songs schreiben kann, weiß man schon seit dem Debüt. Nicht umsonst wurde dieses von allen Seiten mit Lob überhäuft. Aber das, was die Truppe entwicklungstechnisch abliefert, hätte man nur in den kühnsten Träumen erwarten können. Über das Feuerwerk, das Yves Krismer (Gitarre, Gesang), Benedikt Trenkwalder (Bass) und Jan Haußels (Schlagzeug) auf „Love The Filth“ abbrennen, lässt sich einfach nur sagen: „Wow, alle Achtung, umwerfend.“

Der Sound ist roh, laut und so mächtig, dass man von ihm im positivsten Sinne regelrecht erschlagen wird und das abwechslungsreiche und vielschichtige Songwriting spannungsgeladen und auf einem Niveau angesiedelt, das es einen einfach umhaut. Jede Nummer ist ein Erlebnis, ob diese nun mehr ins Psychedelische hineinreicht, anspruchsvolleren instrumentalen Passagen Raum lässt, riffbetont gnadenlos alles niederwälzt oder tempomäßig einfach nur abgeht wie eine Rakete. Wirklich Zeit zum Luft holen bleibt keine. Abgesehen vom Instrumental „Solar Wind“, das dann doch ein wenig die ruhigere Schiene fährt. Der Rest ist die hohe Rockkunst der ungemein variantenreichen Sorte.

Die Ideen für ein ganzes Album verpackt in einem Song

Schon alleine der Opener „Love The Filth“ vereint mehr Ideen in sich, als man es bei manch anderen auf einem gesamten Album vorfindet. Und so verhält es sich eigentlich bei jedem Track. Das Schöne ist, das man nie wirklich vorhersehen kann, in welche Richtung das Trio, das sich einmal mehr jedem Mainstream-Gedanken widersagt, seine Songs hin entwickelt, wodurch die ganze Geschichte auch nie Gefahr läuft, ins Vorhersehbare abzugleiten.

Mother`s Cake zeigen sich auf ihrem neuen Album in der Form ihres Lebens. Der Tiroler Dreier zelebriert ihren funkangehauchten Progrock mit einer Intensität, wie man es schon lange nicht mehr zu hören bekommen hat. Mit „Love The Filth“ auf jeden Fall erheben Yves Krismer, Benedikt Trenkwalder und Jan Haußels in eindrucksvollster Manier und vollkommen zu Recht ihren Anspruch auf die Krone der heimischen Rockszene.

Michael Ternai
Mother`s Cake live
01.05.2015 – Innsbruck, Treibhaus
02.05.2015 – Innsbruck, Treibhaus
07.05.2015 – Graz, PPC
08.05.2015 – Wien, Szene
09.05.2015 – Linz, Kapu
13.05.2015 – Pettenbach, Bauhof
14.05.2015 – Salzburg, Rockhouse (TBC)
12.06.2015 – Pfarrkirchen (DE), Bogaloo Festival (TBC)
13.06.2015 – Dormangen (DE), Tank-Stelle (TBC)
19.06.2015 – Orfü (HU), Fishing on Orfü Festival
07.08.2015 – Waldhausen, Lake on Fire Festival

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