
Es gibt sich doch noch, die Bands, die sich vom ihrem Sound her im positiven Sinne vom üblichen Rest abheben. Die vierköpfige Truppe Mopedrock wandelt auf einem hierzulande in der Tat selten beschrittenen Pfad. Ihr aus dem Pop der 60er Jahre, Garagenrock, Chanson, Punk und Texten in französischer Sprache zusammengebastelter Sound ist in dieser Form hierzulande wirklich nur selten anzutreffen, und schon alleine aus diesem Grund wert, einmal gehört zu werden. Doch es nicht nur dieses Alleinstellungsmerkmal, welches diese Band so interessant macht.
Bei Jakob Ortis (Gesang, Gitarre), Marlies Schläger (Schlagzeug), Nicoletta Hernández (Gesang, Bass) und Andreas Leikauf (Gesang, Gitarre, Geige) handelt es sich um vier MusikerInnen, die ganz genau wissen, wie man einen erstklassigen Song auf Schiene bringt. Sie zeigen ein Händchen für Melodien mit hohem Wiedererkennungswert, sowie die Gabe diese auch in intelligente und durchdachte Arrangements zu übersetzen. Hin und wieder klingen in ihrer Stücken auch Zitate solcher musikhistorischen Größen wie Charles Aznavour und The Sonics durch, wobei diese eher als delikate akustische Zutat verstanden werden sollten, die das Ganze so richtig schön rund machen.
Den abwechslungsreichen Songs ist immer irgendetwas Charmantes und Lässiges inne, auch in diesen Momenten, in denen Jakob Ortis und seine KollegInnen etwas mehr Gas geben und heftiger und noisiger zur Sache gehen. Die Musik scheint im Fluss, wirkt überaus gefällig, ohne dabei aber Gefahr zu laufen in seichteren Gefilden hängen zu bleiben. Was Mopedrock auf ganz vortreffliche Art und Weise zu vollziehen weiß, ist der oft schwer zu meisternde Spagat zwischen Easy Listening und Anspruch, der hier sehr gelungen einfach Lust auf mehr macht. (mt)
Termine:
26.09. Postgarage, Graz
06.10. Waves Vienna, Wien
03.11. Posthof, Linz
Foto: Gaspard Pralong