mica-Interview Rokko Anal & The Coathangers

Seit einigen Jahren treiben Rokko Anal & The Coathangers nun schon mit brachial-dreckigen Klangeskapaden und  allen möglichen und unmöglichen Performances auf heimischen Bühnen ihr Unwesen. Im Interview mit Michael Masen beleuchten Bandchef Rokko (der auch das Magazin Rokko’s Adventures herausgibt) und Bass-Kollege Wulla Wulla past, present und future des eigenwilligen Haufens, der nichts weniger als eine der spannendsten Bands darstellt, die das Schnitzelland zu bieten hat.

Kannst du ein wenig über die musikalischen Anfänge von Rokko Anal and the Coathangers erzählen?

Rokko: Am Anfang habe ich ganz alleine zu Hause Musik aufgenommen. Mein erstes Aufnahmegerät hatte ich leihweise vom Fredl von Bulbul bekommen. Das war so ein altes Vierspurgerät, mit dem er auch seine erste Platte aufgenommen hat: so ein richtiges oldschool-Ding. Und am Schluss klingt alles, was du aufnimmst, ziemlich dreckig. Das habe ich eine Woche lang zu Hause gehabt und eigentlich ohne Pause damit gearbeitet.
Nachdem ich dem Fredl das Gerät dann wieder zurückgeben musste, war ich ziemlich angefixt und habe mir für den Computer irgendein cubase-artiges Programm besorgt, mit dem ich auch mehr als vier Spuren aufnehmen konnte und bei dem die Aufnahmequalität etwas besser war als auf Fredls Leihgabe.

Mit welchen Instrumenten warst du da zugange?

Rokko: Geschrieben habe ich die Lieder meistens auf der Gitarre. Dazu habe ich dann auf einer Schreibmaschine gespielt, die quasi als Beatmaster funktioniert hat. Dann habe ich Stimme aufgenommen, verzerrt, mit miesen Mikrofonen und die dann auch noch mal manipuliert dazugewerkt mit Bass, Töpfen und allem, was ich sonst noch so in der Wohnung gefunden habe. Und Field Recordings habe ich dann auch noch mit dazu geschmissen. Das hat alles nach dem Prinzip „aus der Not eine Tugend machen“ funktioniert, war am Ende ganz ok und hat vor allem Lust darauf gemacht, mehr zu tun.
Es war dann so, dass ich daheim Kassetten aufgenommen habe und die dann bei verschiedenen Festen, wo ich mir gedacht habe, da kommen coole Leute hin, ausgelegt habe: Renz, Rhiz und Nachtasyl waren da dabei.

In welchem Jahr haben diese Aktionen stattgefunden? Kannst du da eine zeitliche Einordnung geben?

Rokko: Das war im Jahr 2004 oder 2005.

Und da sind dann auch die ersten Live-Auftritte über die Bühne gegangen?

Rokko:
Nein, überhaupt nicht. In die Richtung ist da noch gar nichts passiert. Die Idee war es, meine Kassetten unter den Leuten zu verteilen. Dazu habe ich auf den Häusln von den Lokalen, die mir sympathisch waren, Altäre aufgebaut, Wrestling-Poster aufgehängt, Pizzaschachteln dekoriert, gratis Dosenbier platziert und eben noch drei oder vier meiner Kassetten zur freien Entnahme dazu gelegt.
Die erste Seite war mit meinen Sachen bespielt und die zweite Seite ist leer geblieben. Die Idee war es, dass derjenige, der die Kassette findet, diese Seite selbst bespielt und dann das Tape wieder irgendwo hin legt und dann die erste Seite vom Nächsten mit dessen Sachen überspielt wird und so weiter. Ich glaube aber nicht, dass dieses Konzept wirklich aufgegangen ist.
Karl Kilian ist dann aber darauf aufmerksam geworden, der zu der Zeit im Rhiz immer wieder Konzerte von One Man Bands veranstaltet hat. Er hat mich angerufen und eingeladen, dort aufzutreten. Ich habe mich sehr gefreut, dass überhaupt irgendjemand meine Scheißkassetten gehört hat und habe gesagt: sowieso spiele ich!

Den Kassetten sind also auch deine Kontaktdaten beigelegen…

Rokko: Genau. Zuerst habe ich einfach mal „ja“ gesagt, weil mir das getaugt hat und ich habe versucht, alleine ein Programm auf die Beine zu stellen. Irgendwie hat das aber nicht hingehaut, zwölf Spuren alleine live rüber zu bringen und ich habe mir gedacht, das Einzige, was funktionieren kann, ohne dass es peinlich wird, ist, eine Band zusammen zu stellen.
So sind wir dann also zu dritt im Rhiz angetanzt und der Herr Kilian hat zuerst mal geschaut, weil es ja ein One Man Band-Abend werden sollte und Tontechniker war auch keiner vor Ort. Im Endeffekt hat es ihm aber ordentlich getaugt. Das war der erste Auftritt – ein Schlagzeuger, ein Bassist und ich.
Mir war von Anfang an wichtig, dass das nicht so ein klassischer Rockmusikauftritt wird, sondern ich wollte alles irgendwie so grotesk wie möglich haben. Es gab Samples und die ganze Sache war fast wie ein Theaterstück, mit komischen Überraschungen fürs Publikum. Wir hatten so halbinszenierte Schlägereien, die ab und zu außer Kontrolle geraten sind und Finger und Brillen zu Bruch gegangen sind. Dann haben wir auch Sachen gebaut auf der Bühne, Bilder zusammengenagelt, die wir dann wieder zerstört haben. Generell wollte ich einfach etwas machen, wo man sich nicht auskennt und der Sound ordentlich andrückt. Das war die Hauptsache.
Die ersten zwei bis drei Auftritte war das auch cool und hat gut funktioniert, aber mit der Zeit war das dann schon ziemlich ausgelutscht und bei einem Auftritt im Kaleidoskop haben wir beschlossen, dass es keinen Sinn mehr macht und die Band sterben lassen. Wir wussten da schon, wie die Schlägereien ausschauen und die „Überraschungen“ waren auch keine richtigen Überraschungen mehr – es war einfach alles schon viel zu überstrapaziert. Wir haben uns da spontan direkt auf der Bühne aufgelöst, eher angepisst.

Gibt es zu dieser ersten Formation der Coathangers irgendwelche Tondokumente?


Rokko:
Nein, da haben wir nie irgendetwas aufgenommen.

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Beim neuen Lineup habt ihr ja auch, zumindest bei den Shows, die ich gesehen habe, immer ein Performance Element dabei. Ihr habt da etwa einmal alle in Burkas gespielt. Parallel dazu ist in deinem Magazin Rokko‘s Adventures auch eine Geschichte erschienen, wo ihr mit Burkas durch Wien gelaufen seid und die Reaktionen eingefangen habt. Ist es irgendwie geplant, dass die Inhalte der Konzerte im Einklang mit dem Heft stehen? Oder war es einfach so, dass weil das Zeug jetzt schon da war, das einfach so einer Zweitverwertung zugeführt wurde?

Rokko: Als wir das mit den Burkas veranstaltet haben, habe ich mir schon gedacht, das könnte ein großes Trara werden. Für mich war deshalb schon der Burkalauf durch Wien ziemlich spannend, der dann aber auch nicht eskaliert ist. Dann habe ich mir gedacht, „schauen wir mal, was passiert, wenn wir so auftreten“. Im Endeffekt ist da aber dann auch wieder nichts passiert. War wieder alles scheißegal.
Aber um die Geschichte der Coathangers fortzuführen: Nachdem mit dem ersten Lineup Schluss war, war einfach Schluss und es hat sich echt keiner mehr danach gesehnt, glaube ich. Fertig und aus, schön war es, aber jetzt baba.
Bei einer unserer Shows war allerdings auch Andrew Colin Standen-Raz zugegen, ein Filmemacher, der damals gerade seine Dokumentation namens „Vinyl“ gemacht hat. Dafür ist er bei allen möglichen Konzerten und Performances herumgehirscht und hat aufgenommen – unter anderem auch uns; das war so 2005 oder 2006.
Im Jahr 2011 habe ich dann nach ein paar Jahren Funkstille ein Mail von ihm bekommen, dass der Film jetzt fertig wäre – womit ich auch nicht mehr gerechnet habe – und er sehr gerne hätte, dass wir beim Eröffnungsabend aufspielen.
Ich habe ihm dann erklärt, dass es die Band mittlerweile seit fünf Jahren nicht mehr geben würde. Als er dann nach den Gründen der Auflösung gefragt hat, bin ich draufgekommen, dass einfach das Konzept fad geworden ist, aber dass man eigentlich den Namen behalten könnte, sonst alles komplett neu machen und wieder Spannung rein bringen könnte.

Ist in diesen fünf Jahren, in denen die Coathangers inaktiv waren, bei dir musikalisch anderweitig irgendetwas passiert?

Rokko: Ja. Da habe ich ein bisschen herum probiert und auch auf Rock Is Hell eine Single raus gebracht, die ich alleine zu Hause aufgenommen habe. Und dann habe ich noch die Dieter Von Kroll Experience gegründet. Die Band besteht aus vier Schlagzeugern und zwei Bassisten. Mit denen habe ich auch eine kleine Tour gespielt und noch einige Konzerte. Aber die Coathangers waren tot und ich habe nicht gedacht, dass es die jemals in irgendeiner Form wieder geben könnte.
Aber als mich Andrew angehaut hat, hat es mich doch voll gejuckt, aus der Band wieder was zu machen. Irgendetwas Spannendes. Und vor allem gibt es in der ganzen Combo ja keine Regeln, außer denen, die man sich selber auferlegt und gerade zu der Zeit habe ich ein paar vielversprechende Leute kennen gelernt, wo jetzt der Herr neben mir in Spiel kommt.

Wie hat sich die Band in der aktuellen Besetzung zusammen gefunden – wie habt ihr euch gegenseitig aufgetrieben?

Wulla Wulla:
Rokko habe ich über das in Linz angesiedelte Radio FRO kennen gelernt. Er war dort bei Bekannten von mir zu einem Interview eingeladen und die haben mich gefragt, ob ich nicht mitfahren möchte, weil ich mich ein wenig mit den Heften ausgekannt habe. So haben wir uns dann auf der Fahrt nach Linz, die sehr schnell vergangen ist, kennen gelernt. Wir sind draufgekommen, dass wir viele Parallelen haben und waren dann auch ein paar Mal gemeinsam auf ein-zwei Bier.
Ich war dann noch ein so einem Spaßprojekt drin, bei dem wir im Wohnzimmer eines Freundes einmal die Woche gespielt haben. Mit kleinen Verstärkern und Musik, wo alles erlaubt war – ohne jegliche Songstrukturen ist da einfach dahin gespielt worden. Und dann war auch einmal der Herr Rakkete mit dabei, mit dem wir uns ebenfalls gut verstanden haben und irgendwann ist dann einmal ein Mail aus Amerika eingetroffen, wo Rokko vorgeschlagen hat, dass wir zusammen im Museumsquartier auftreten.
Als er dann aus New York zurück war, hatten wir vor dem Auftritt noch eine Woche Zeit. Da haben wir insgesamt zwei Mal geprobt und obwohl ich die ganzen Leute eigentlich nicht wirklich gekannt habe, hat ab dem ersten Einzählen bei der ersten Probe alles irgendwie gepasst, ohne dass viel Kommunikation notwendig gewesen wäre.

Von wem stammt das Songmaterial, das ihr da gespielt habt?


Rokko:
Es hat noch ein paar alte Lieder gegeben, die ich alleine aufgenommen habe, bei denen ich mir gedacht habe, dass die Strukturen auch gut für die Band funktionieren würden. Die habe ich dann per E-Mail weiter geschickt und dann haben wir uns im Proberaum getroffen und das Material in ordentliche Musikstücke verwandelt.

Probt ihr regelmäßig?

Rokko:
Nein, wenn wir einen Auftritt haben, proben wir vorher ein oder zwei Mal und das war’s dann auch.

Wulla Wulla: Für das gesamte Konzept der Band war es auch sehr wichtig, dass das nichts Fixes ist. Niemand von uns wollte in einer fixen Band spielen und zwei Mal pro Woche in den Proberaum gehen, um das ganze Zeug da immer wieder runter zu spielen.
Bei uns passt einfach immer irgendwie die Energie des Moments und live haben wir immer einen super Sound gehabt und waren teilweise selbst überrascht, was da so rausgekommen ist mit diesem Minimalaufwand, den wir betrieben haben.

Lässt sich daraus ableiten, dass ihr euch als reine Live-Band versteht und keine Plattenaufnahmen geplant sind?

Rokko: Jetzt haben wir grade die Idee für ein Video, für das wir dann natürlich auch ein Lied brauchen. Aber grundsätzlich funktioniert die Band deshalb, weil nichts fix vordefiniert ist. Sobald da irgendwelche Vorschriften einziehen, würden mindestens fünf von fünf Leuten sagen, das wird nichts. Und so wie es ist, haut es ganz gut hin.

Wulla Wulla: Was auch ganz fein war, ist, dass die ersten fünf Auftritte alle komplett unterschiedlich waren. Das erste war ein Rockbrett im Museumsquartier vor dem Herrn Fleischmann, wo sehr viele Leute waren. Da sind wir gemeinsam mit Hermes Phettberg aufgetreten. Dann haben wir einmal bei einer Vernissage gespielt und mit Stirn Prumzer eine Geschichte ohne Instrumente.

Gehört es mittlerweile zum „Konzept“, dass ihr euch immer verschiedene Gäste einladet?

Rokko: Der Schauspieler Michael Thomas war auch mal dabei. Das ist eigentlich wichtig, dass es nie fad wird und dass das Bandgefüge nicht einschläft. Es muss immer Platz sein für Zusammenarbeiten.

Nach welchen Kriterien wählt ihr die Leute aus?

Rokko: Zuerst einmal nach Verfügbarkeit und dann, wie man sie einbauen kann. Eben, wie ich in New York war und die Band sozusagen von außerhalb gegründet habe und die vier Leute in Wien angeschrieben habe, ob sie das mit mir machen wollen, da war mal die Idee, etwas möglichst Abstruses zu fabrizieren. Da habe ich dann überlegt, wen ich in Wien kenne, mit dem man arbeiten könnte. So war dann gleich mal Hermes Phettberg dabei und noch tanzende Ministrantinnen mit dazu, die sich komische Kostüme angezogen haben und eigentlich unter dem Namen Träsh*Kommando laufen.
Das sind immer irgendwie Leute aus der Umgebung, die sonst in ganz anderen Konstellationen auftreten. Mir taugt es, wenn man etwas zusammen schmeißt, das eigentlich nicht zusammen gehört.

Wissen die Leute schon vorher, was auf sie musikalisch zukommt, oder stellen die sich am Auftrittstag einfach zu euch auf die Bühne?

Rokko:
Ganz verschieden. Die Tänzerinnen sind einmal in den Proberaum gekommen und haben gemeint, „passt eh“. Der Hermes hat nur gesagt, dass es ihm nicht zu laut sein kann und das hat gereicht. Michael Thomas ist einmal zu uns in den Proberaum gekommen, damit er sich uns Kunden in Aktion ansehen kann. Mit ihm haben wir „Suspicious Minds“ gecovert. Wir an den Instrumenten und er hat gesungen.
Wir haben ihm schon vorher gesagt, dass wir eher eine lautere Rockband sind und er hat schon Angst gehabt, dass er voll abkackt gegen uns – wir haben dann aber den Gegenbeweis angetreten.

Wulla Wulla:
Das war auch eine schöne Geschichte, weil wir vorher mit der Nummer überhaupt nicht zurecht gekommen sind beim Proben. Keine Einsätze, nichts hat geklappt, weil wir ja doch eher ein Dodlhaufen sind und dann steht auf einmal der Michael Thomas da, „hallo Jungs, machen wir was“, wir zählen ein, er beginnt zu singen und auf einmal kennen sich auch alle anderen aus und das Ding funktioniert. Wir haben das Lied zwei Mal durchgespielt und dann hat er gemeint, „Burschen, das funktioniert eh, gehen wir ins Beisl auf ein Bier“. Damit war dann die Probe auch schon wieder beendet.

Gibt es schon Kandidaten für künftige Auftritte?

Rokko: Wir spielen jetzt mal mit den Stirn Prumzern in der Szene Wien vor HGich.T, das wird aber auch wieder anders, als unser letztes Aufeinandertreffen. Anfang Mai beim Vienna Gallery Weekend wird was in der Knoll Galerie in der Gumpendorfer Straße passieren. Eigentlich wird da eine Ausstellung von dem Künstlerduo Brener und Schurz gefeiert, die eher in der Tradition von GG Allin als von Picasso stehen und von manchen Leuten gern „Terroristen“ genannt werden. Die sprengen regelmäßig hippe Kunstfeten und schießen mit ihrer eigenen Scheiße auf die Museumsdirektoren. Der Chef von der Knoll Galerie hat gemeint, ob wir da nicht dazu stoßen möchten. Mal schauen, ob wird dann eher mit oder gegen Brener und Schurz arbeiten.
Was danach kommt, wissen wir noch nicht, da gibt es noch nichts Spruchreifes. Aber wir sind immer offen für alle möglichen Einfälle. Und je seltsamer sie auf den ersten Blick wirken, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir das dann am Ende auch wirklich machen.
Für Herbst ist eine England Tournee anberaumt, eine Woche werden wir die Insel heimsuchen und schauen, wie’s so um den englischen Humor steht…

Wulla Wulla: Was man wirklich hervor heben muss, ist, dass sich die ersten Auftritte immer komplett voneinander unterschieden haben. Einmal verkleidet, dann normales Rockbrett am Land ohne Verkleidungen, später Töpferl-Klopfen bei einer Vernissage und danach die Stirn Prumzer mit irgendwelchen Kesseln. Bei letzterer Geschichte durften nämlich keine richtigen Instrumente verwendet werden und wir haben uns einfach irgendwie alles kurz vorher zusammen gesucht und dann, ohne vorherige Probe, mit dem, was da war, irgendeinen Scheiß gemacht und sogar das hat funktioniert.

Rokko:
Das war auch cool innerhalb der Band. Da hat nie irgendwer gemeint, dass das keine richtige Band wäre und er so auf keinen Fall ein Konzert spielen will. Alle haben sich immer voll reingehängt und waren gleichzeitig ziemlich scheißdrauf unterwegs: Was da ist, ist da – und aus dem machen wir was.
Bei der Stirn Prumzer Show haben wir wirklich jegliches Zeug angeschleppt. Ziegelsteine, Ölfässer, einer hat glaube ich mit Messern gespielt. Am Ende hatten wir jedenfalls einen ganzen Haufen schweren Müll und Dreck dort angesammelt – zertretene Pfannen und zerschmetterte Ziegelsteine. Das haben wir dann alles in eine Tonne rein geschmissen, die dann ungefähr zwei Tonnen gewogen hat.
Am nächsten Tag hat mich dann von den Leuten dort jemand angerufen und gefragt, wer denn nun das ganze Zeug wegräumen würde, das könne ja kein Mensch heben. Ich habe dann nur gehofft, dass das einfach von selber verschwinden wird, den Hörer aufgelegt und mich wieder hingelegt.

Vielen Dank fürs Interview.

PS: Demnächst erscheint auf Rock Is Hell ein Sampler, auf dem neben Bands wie Bulbul, The Striggles, Maja Osonik und Heifetz auch Rokko Anal & The Coathangers gemeinsam mit Hermes Phettberg mit einem Stück vertreten sein werden.

Am 15. März findet ein Auftritt von Rokko Anal & The Coathangers feat. Stirn Prumzer in der Szene Wien statt.

 

Fotos: Kurt Prinz

http://www.myspace.com/rokkoanal