Bild Martin Philadelphy
Bild (c) Martin Philadelphy

MARTIN PHILADELPHY – „Lichtfleck“

Der Gitarrist MARTIN PHILADELPHY zeigt auf seinem neuen Album „Lichtfleck“ (Delphy Records), dass er nicht nur die hohe Kunst der Improvisation beherrscht, sondern er auch in Sachen Songwriting mit allen Wassern gewaschen ist.

Spricht man von Marin Philadelphy, so spricht man von einem der musikalisch wohl vielseitigsten, eigenwilligsten und uneinordenbarsten Vertreter der heimischen Musikszene. Ein Genre auszumachen, in dem er nicht schon einmal seine Spuren hinterlassen hat, ist mittlerweile wohl nur noch schwer. Seine Tradition, sich von einem Album zum nächsten musikalisch ständig neu zu erfinden, setzt er auch auf „Lichtblick“ fort. Und so sehr man mit diesem Umstand mittlerweile auch immer rechnen kann, überrascht der gebürtige Tiroler – der auf dem Album von Jamie Saft (Keyboard, Orgel), Jesse Murphy (Bass), Dan Rieser (Schlagzeug) und Cyro Baptista (Percussion) unterstützt wird – dieses Mal dann doch etwas mehr als sonst.

Ein Rocksound mit eigener Note

Cover Lichtfleck
Cover “Lichtfleck”

Waren seine bisherigen Veröffentlichungen eigentlich immer von einer improvisatorischen Wildheit und einem steten Überschreiten aller musikalischen Konventionen geprägt, offenbaren sich seine neuen Songs schlicht und einfach als waschechte Rocknummern mit hohem laid-back Faktor und leicht psychedelischem Retro-Einschlag. Natürlich geschieht alles im ganz eigenen Stil von Marin Philadelphy, sprich, es geht immer noch recht kantig und unausrechenbar zu und auch der Sound erklingt alles andere als eindimensional, aber dennoch findet sich letztlich doch so etwas wie Struktur und Songhaftigkeit in den Stücken. Was auch daran liegt, dass der Gitarrist auch Lichtblick auch als Sänger deutschsprachiger Texte in Erscheinung tritt und der ganzen Geschichte dadurch einen weiteren spannenden Twist gibt.

Martin Philadelphy liefert mit „Lichtfleck“ ein Stück Musik ab, das erwartungsgemäß seine ganz eigene Geschichte schreibt. Der von dem Tiroler dargebrachte Sound ist eigenwillig und erfrischend anders, er ist langlebig und nutzt sich auch nach mehrmaligem Durchlauf in keiner Weise ab.

Michael Ternai

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