
Neues aus dem Hause Lichtenberg. Zwei Jahre nach dem Album “Don’t Let Them Down” und dem Best-Off-Album “As Happy As I Can” meldet sich der Franz Reisecker mit einer neuen Single zurück. “Scary Monsters” (Shiff Ahoi Schallplatten) heißt das gute Stück, mit dem der Wiener einmal mehr unter Beweis stellt, warum er der ersten Liga heimischer Elektroniker angehört.
Hinter dem Namen Lichtberg steht sich niemand geringerer als der in der heimischen Musikszene gar nicht mehr so unbekannte und sehr umtriebige Franz Reisecker. Als vielseitiger Gitarrist war er bereits bei Bands wie den Occidental Blue Harmony Lovers, dem Orchester 33 1/3 oder dem Trio Exklusiv tätig. Sein Projekt Lichtenberg bot ihm schließlich die Möglichkeit, sich ganz und gar seiner Vorliebe für elektronische Klänge zu widmen. Anfangs noch auf Solopfaden unterwegs, wuchs Lichtenberg recht schnell zu einer Band heran. Mit dieser Entwicklung ging auch eine stetige Veränderung des Sounds einher. Das 2007 veröffentlichte und zugleich fünfte Album “Don’t Let Them Down” konnte sowohl bei Kritikern, wie auch beim Publikum mehr als nur punkten. Aber damit nicht genug.
Der 44-jährige Soundtüftler offenbarte sich nicht nur als sehr kreativer Musiker, sondern auch als ein sehr fleißiger. Ebenfalls ins gleiche Jahr fiel das zehnjährige Bestehen seines Projekts, was ihn dazu veranlasste, auch noch das “etwas andere” Best-Off-Album mit dem Titel “As Happy As I Can” zu veröffentlichen. Dabei begnügte sich der Elektroniker aber nicht nur einfach damit, eine Compilation aus alten Songs zusammenzustellen. Reisecker nahm sich die besten Tracks aus vergangenen Tagen nochmals zur Brust und bearbeitete diese, teilweise in sehr radikaler Form, komplett neu, und ließ sie in einem modernen und zeitgemäßen Gewand mitsamt beachtlichem Pop-Appeal erstrahlen.
In seinem Projekt Lichtenberg gelingt es Franz Reisecker immer wieder, sich neu zu erfinden. Man merkt zu jeder Zeit, dass sich der Musiker schon immer in mehreren Genres zu Hause gefühlt hat. Ob die Einflüsse nun aus dem Rock, des Pop oder der Elektronik stammen, der Wahlwiener schafft es fast spielend alles unter einen Hut zu bringen, ohne dabei auch nur einen Moment gekünstelt zu wirken. So auch auf seiner neuen Single “Scary Monsters”. Einmal mehr unterstreicht Franz Reisecker seine großes songwriterisches Potential. In diesem recht düster gehaltenen Song vereinigen sich alle Trademarks, für die Lichtenberg so bekannt ist. Treibende Rhytmik, dazu teils orientalisch klingende Samples und markante Gitarrenmelodien und elektronische Spielereien verbinden sich zu einem erstklassigen Popsong. Schade nur, dass es sich vorerst nur um einen einzelnen Track handelt. Der aber macht definitiv Lust auf mehr.(mt)
