Eine höchst interessante Veranstaltung zum Thema Musik und Archäologie geht am 12. November in der Aula des Wiener Naturhistorischen Museums über die Bühne. Im Rahmen der Vorttrags- und Konzertreihe “Ton & Ton” beleuchten ExpertInnen und MusikerInnen die Geschichte von Tongefäßen als Musikinstrument.
“Die ersten Keramikgefäße wurden vor 12.000 Jahren gefertigt. In Mitteleuropa fanden sie seit dem 7. Jahrtausend v. Chr. Verbreitung. Keramik ist in den meisten Regionen mit dem Erscheinen der Landwirtschaft verbunden. Die beeindruckende Vielfalt der Formen und der Herstellungstechnologie von Keramikgefäßen spiegelt wichtige Unterschiede in Wirtschaft und Gesellschaft vergangener Epochen wieder. Musikinstrumente aus Ton werden ebenfalls seit dem frühen Neolithikum hergestellt und erweitern das Klangspektrum, so z.B. die frühneolithische Gefäßflöte von Brunn/Gebirge. Das humoristische Märchen von der stolzen Teekanne (J.Wilson – H.Chr. Andersen) erzählt musikalisch vom Schicksal eines Tongefäßes…. ”
Auf die wissenschaftlichen Vorträgen von Hajnalka Herold vom Vienna Institute for Archaeological Science und Beate Maria Pomberger von der AK Musikarchäologie folgt der Auftritt des Ensembles Ensemble Terra Sigillata. Zur Aufführung kommen unter anderem Werke von James Wison, Akos Banlaky, Wolfram Wagner sowie Improvisationen.
mica-Datenbankeintrag: Wolfram Wagner
mica-Datenbankeintrag: Akos Banlaky

