Konzerte im Arnold Schönberg Center

In mehrfacher Hinsicht widmet sich das Arnold Schönberg Center dem Anliegen seines Namensgebers – selbstverständlich in der Aufführung der Werke jenes Komponisten, der nicht nur mit der Zwölftontechnik Geschichte geschrieben hat. Darüber hinaus wird die Musik von Schönberg aber auch in Bearbeitungen von heutigen Komponisten zu Gehör gebracht und damit dem bekannt Geglaubten immer wieder neue Facetten entlockt. Und auch Uraufführungen von gänzlich neuen Werken bietet das Arnold Schönberg Center mit seinem V-förmigen Saal eine eine hervorragende Stätte. Davon kann man sich bei drei Konzerten am 2. und 22. Mai sowie am 16. Juni mit dem Ensemble Wiener Collage und dem ensemble reconsil wien überzeugen, bei denen das 25-jährige Jubiläum des Ensemble Wiener Collage und das 100-jährige Jubiläum des Österreichischen Komponistenbundes gefeiert werden – wir verlosen pro Konzert 2 x 2 Karten, einfach ein Mail mit dem Betreff „Schönberg“ an office@musicaustria.at schicken.

Bereits seit 25 Jahren bereichert das Ensemble Wiener Collage das zeitgenössische Musikleben mit Neuer Musik und dabei besonders mit Uraufführungen – und eine ganz besondere ist auch am Donnerstag, 2. Mai zu vernehmen, wenn das Satzfragment aus der Serenade op. 24 von Arnold Schönberg aus der Taufe gehoben wird. Erstmals zu hörende Werke steuern aber auch Detlev Müller-Siemens mit „… called dausk II“ und Jorge Sanchez-Chiong mit „chromatic aberration“ bei – in der Zusammenstellung mit Werken von Zdzisław Wysocki und Franco Donatoni verbinden sich unterschiedlichste Arbeitsweisen des letzten Jahrhunderts, die sich bereits in der Besetzung ausdrücken, wenn etwa Sanchez-Chiong in Kontrast zu den rein akustisch besetzten Werken ein Streichtrio verstärkt und zusätzlich elektronisches Material sowie Turntables einsetzt.

Ganz ohne Elektronik hingegen kommen die Werke aus, die das ensemble reconsil am 22. Mai und am 16. Juni zur Aufführung bringt: Besonderer Aufmerksamkeit kommt dabei dem Wiener Komponisten und Gründungsmitglied des Ensembles Alexander Wagendristel zu: Neben den Bearbeitungen von zwei Werken Schönbergs (Zwei Lieder für Gesang und Klavier op. 14 und Sechs kleine Klavierstücke op. 19) taucht er auch der „Ankunft bei den schwarzen Schwänen“ von Richard Wagner in neues klangliches Gewand und steuert zusätzlich auch die Komposition „the wormwood and the gall“ bei.

Mit einer bunten Mischung individueller kompositorischer Herangehensweisen feiert der Österreichische Komponistenbund (ÖKB) am 16. Juni sein 100-jähriges Bestehen – davon zeugt die Auswahl der höchst unterschiedlich arbeitenden KomponistInnen wie Julia Purgina, Herbert Grasst, Gerd Kühr, Bruno Strobl, Norbert Sterk und Christoph Cech. Während letzterer bekannt ist für seine Verschmelzung von Komposition und Improvisation, Jazz und Neuer Musik, verbindet Gerd Kühr zahlreiche Kompositionsweisen, doch berühren diese weniger den Jazz als viel mehr ältere Traditionen des Musizierens. Mikrotonale Klänge erforscht Norbert Sterk; und ganz eigene Herangehensweisen finden auch Julia Purgina und Bruno Strobl – für Abwechslung ist also gesorgt.

Link:
Arnold Schönberg Center