Killed by 9Volt Batteries unterwegs in Österreich

Eine Band, die in den vergangenen schon mehrmals eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte, dass sie in Sachen erstklassigem Indierock ihre Lektion wirklich gelernt hat und es vortrefflich versteht, ungemein spannende und mitreißende Songs entstehen zu lassen, ist die aus der oststeirischen Bezirkshauptstadt Weiz stammende Formation Killed By 9Volt Batteries. Mit Blick auf die herausragenden Qualitäten des Fünfers stellt natürlich auch das im vergangenen Jahr erschienene und von Patrick Pulsinger produzierte dritte Album „The Crux“ keine Ausnahme dar. Was die Truppe rund um den Gitarristen und Sänger Wolfgang Möstl auf den Weg bringt, ist eine sehr eigenständige und höchst raffinierte Variante gitarrenorientierter Rockmusik mit Anleihen aus dem Pop. Aktuell sind Killed by 9Volt Batteries in Österreich unterwegs. Nächste Station ist das Röda in Steyr am 14. Jänner.

Waren es auf dem selbstbetitelten Debüt und dem Zweitlingswerk „Escape Plans Make It Hard To Wait For Success“ noch harsche Gitarrenklänge und wilde bis wütende Noise-Eruptionen der Sorte Sonic Youth und Dinosaur Jr., die den Gesamtsound der Musik bestimmten, zeigen sich Killed by 9Volt Batteries auf ihrem dritten Werk „The Crux“ deutlich gereifter.  Zwar haben sich die Ingredienzen nicht wesentlich verändert, die Art aber wie Wolfgang Möstl (Gitarre, Gesang), Phillip Ludersdorfer (Gitarre), Mario Zangl (Bass), Mario Loder (Schlagzeug) und Martin Riegler (Gitarre) es diesmal verstanden haben, diese miteinander zu einem runden Ganzen zu verweben, offenbart doch einen unerwarteten Entwicklungsschritt. Immer noch mit einer gehörigen Portion Bissigkeit unterwegs, hat sich die Band dennoch viel Zeit genommen, ihre Ideen auf den Punkt zu bringen.

Man wollte alles, nur nicht in der angestammten, bereits bekannten Position verharren. Und das hört man. Die von Patrick Pulsinger produzierten Songs wirken ungemein nuancenreich, fast schon detailverliebt. Mehr noch als auf den bisherigen Veröffentlichungen treten Melodien in den Vordergrund, ohne aber dabei allzu bestimmend zu wirken. Merkbar ist ein deutlicher Schwenk hin zum Pop, welcher die Musik im Gesamten noch um eine Spur facettenreicher, vielschichtiger und abwechslungsreicher erscheinen lässt.

Man sollte mit Superlativen vorsichtig sein. Aber mit „The Crux“ haben Killed by 9Volt Batteries definitiv ihr Meisterwerk vorgelegt. Das Album ist ein faszinierendes Stück Musik höchster Eigenständigkeit, hoher Originalität, Qualität und ungemeiner Internationalität. Von dieser Band will man in Zukunft mehr hören. (mt)

Termine:
14.01.  Röda, Steyr
21.01.  Spielboden, Dornbirn
24.03.  Stereoclub/Kontaktlinse Festival, Klagenfurt