Mit einem eigenen Verständnis davon, wie Musik veröffentlicht und vermittelt werden sollte, positioniert sich House of Larrikin als unabhängiges Kollektiv zwischen künstlerischer Eigenständigkeit, gemeinschaftlichem Arbeiten und zeitgemäßer Musikproduktion. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee, Musiker nicht in vorgefertigte Strukturen zu pressen, sondern ihnen möglichst viel Kontrolle über ihre Arbeit zu lassen. Unter dem Motto „Kunst zuerst, Geschäft danach“ setzt das Projekt auf faire Zusammenarbeit, kreative Freiheit und einen Zugang, der musikalische wie visuelle Konventionen bewusst hinterfragt.
Mit der Livest Session überträgt House of Larrikin diesen Anspruch auf ein Live-Format, das Konzert, Aufnahmeprozess und audiovisuelle Dokumentation miteinander verbindet. Drei Acts aus dem Umfeld des Kollektivs präsentieren jeweils zwei Songs vor einem kleinen Publikum. Die Aufnahmen entstehen in mehreren Durchläufen und halten damit nicht nur die fertigen Stücke fest, sondern auch das Zusammenspiel zwischen Musiker, Raum und Zuhörenden. Am 22. November 2027 findet das Format an einem geheim gehaltenen Ort statt. Rund 50 Gäste sollen dabei eine unmittelbare Konzerterfahrung erleben, die sich bewusst von der Anonymität großer Veranstaltungen absetzt.
Auf der Bühne stehen drei musikalisch eigenständige Positionen: Die Wiener Singer-Songwriterin und Produzentin Elena Shirin verbindet Neo Soul, Trip-Hop und Alternative R&B mit atmosphärischer Elektronik und einem auf Stimme und Klavier ausgerichteten Songwriting. Harry Dean Lewis bewegt sich mit seiner Band zwischen Alternative, Indie und Hip-Hop. Eingängige Hooks treffen dabei auf eine energiegeladene Performance und einen eigenwilligen Zugang zu Genregrenzen. Das Duo Sleep in the Shine, bestehend aus Boltn und Carmine Nicely, verbindet Hip-Hop und Neo Soul mit Einflüssen aus dem britischen Underground. Zwischen rhythmischer Direktheit und introspektiven Momenten kreist seine Musik um persönliche Entwicklung, Zusammenhalt und Gemeinschaft.
Die Mitschnitte werden anschließend zu einem audiovisuellen Konzertfilm mit erweiterten Konzertpassagen, Einblicken hinter die Kulissen und dokumentarischen Elementen weiterentwickelt. Auch die Musik erhält eine eigene Bearbeitung: Die Aufnahmen werden analog auf Band gemischt und gemastert und anschließend digital veröffentlicht. So versteht sich die Livest Session nicht als einmaliges Konzert, sondern als Ausgangspunkt für eine Veröffentlichung, die den Charakter des gemeinsamen musikalischen Moments über den Abend hinaus bewahren soll.
Anmeldung via Instagram.
Location wird 1 bis 2 Tage vorher bekannt gegeben
