Mit Glatt & Verkehrt öffnet am 13. Juli eines der größten und zugleich wichtigsten Weltmusik Festivals in Österreich die Tore. Das von Jahr zu Jahr immer beliebtere Festival bleibt seinem Weg treu und bietet zwei Wochen lang ein höchst abwechslungsreiches und internationales Programm. Abseits jeden Trends werden bei der elften Auflage dem Publikum an verschiedensten Locations in Krems die aktuellsten Klänge der Weltmusik dargeboten.
Glatt & Verkehrt war vor knapp zehn Jahren eine Art Initialzündung für die heimische Weltmusikszene. Im Schlepptau dieser von Anfang an überaus beliebten und vermutlich deswegen auch erfolgreichen Veranstaltung konnten sich eine Reihe anderer Weltmusik Festivals etablieren. Man denke nur an das Akkordeon Festival oder das KlezMore Festival. Das Besondere an Glatt&Verkehrt ist aber, dass es sich keiner bestimmten stilistischen Ausdrucksform verschreibt, sondern der sich ständig in Bewegung befindlichen Weltmusikszene gerecht zu werden versucht. Das Ziel der Organisatoren ist es, ein musikalisch möglichst breites Spektrum abzudecken und die immense kulturelle Vielfalt des “Genres” in den Vordergrund zu rücken. So bewegen sich die Künstler und Künstlerinnen aus den verschiedensten Gegenden der Welt mit ihren ebenso unterschiedlichen musikalischen Ansätzen im Spannungsfeld zwischen Jazz, Klassik, World Music, Avantgarde und Volksmusik. Etwas was sie aber alle verbindet, ist die Auseinandersetzung mit ihren eigenen musikalischen Wurzeln.
Das Programm bietet wie gewohnt auch in diesem Jahr wieder viele Premieren. So wird etwa erstmals gemeinsam mit der Musikwerkstatt in Göttweig im Rahmen eines Workshops, Musik zu Stummfilmklassikern erarbeitet. Bereits der erste Tag des Hauptprogramms (23.-27.7.) wartet mit einigen echten Höhepunkten auf. Im Rahmen der “Wachauer Begegnungen” stellt der österreichische Schlagzeuger Martin Grubinger sein mit Spannung erwartetes Latin-Projekt der Öffentlichkeit vor. Anschließend kommt die von Glatt & Verkehrt initiierte und bereits mit dem Austrian World Music Award ausgezeichnete “Troica”-Langfassung mit Claudia Cervenca, Uli Soyka und Jan Roder zur Aufführung. Gespannt darf das Publikum auch dem musikalischen Zusammentreffen der griechischen Sängerin Savina mit den heimischen Ausnahmekönnern Franz Hautzinger und Gerald Preinfalk entgegenblicken.
Ebenfalls einen Besuch wert sind der Auftritt des italienischen Cantautore Giorgio Conte beim Spitzer Marillenkirtag am 18. Juli und der dem verstorbenen afroamerikanischen Musiker Andy Palacio gewidmete Konzertabend am 25. Juli. Zum Abschluss gibt es schließlich noch eine ordentliche Portion Blues von The Last & Lost Blues Survivors, die von der faszinierenden Sängerin Pura Fe begleitet werden. Michael Ternai
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Glatt & Verkehrt
