
Gitarrist Martin Philadelphy und Schlagzeuger Jeremy Carlstedt laden Liebhaber der etwas anderen Art von Musik ein, sich mit selbst einem sehr stilvollen, zugleich aber auch einem doch schräg-experimentellen und avantgardistisch angehauchten Klangerlebnis zu konfrontieren. Was die beiden im Zweiergespann an die Spitze treiben, ist das reduzierte, aber dennoch sehr wechselhafte und vielschichtige Spiel mit allen vermeintlichen traditionellen Begrifflichkeiten. Zwischen sanften und verspielten Melodiebögen, der gleichzeitigen Dekonstruktion und Reduktion dieser auf ihre Essenz und vertrackter und anspruchsvoller Rhythmusarbeit agierend, bearbeiten der Österreicher und sein amerikanischer Kollege das durch die Pole Jazz, Improvisation, Blues, Indierock und Klangkunst abgesteckte musikalische Feld mit der Vision, einen Sound entstehen zu lassen, sich jeder vermeintlichen Kategorisierung entzieht.

Man wird regelrecht aufgefordert, sich mit dem Gehörten auseinanderzusetzten und die fast schon meditative Kraft dieses auf sich wirken zu lassen. Tut man dies, erwächst „Rabbitwood“ von einem Moment zum nächsten zu einem immer dichter werdenden, unkonventionellen und nachhaltigen Klangkunstwerk. Auf jeden Fall ist das Album genau das Richtige für all jene, die einmal eine andere Hörerfahrung machen wollen. (mt)