GEGEN DEN KULTURABBAU! – RSO Wien einsparen verursacht nachhaltigen Schaden

Johannes Feigl, Präsident des Bachchors Salzburg, und Gregor Faistauer, der Geschäftsführer des Bachchors Salzburg, rufen in ihrem Brief zum Erhalt des RSO Wien auf.

Sehr geehrte*r
Bundeskanzler Karl Nehammer MSc
Vizekanzler Bundesminister Mag. Werner Kogler
Staatssekretärin Mag.a Andrea Mayer
Bundesministerin MMag.a Dr.in Susanne Raab
Generaldirektor Mag. Roland Weißmann

Als auf die Aufführung zeitgenössischer Werke spezialisiertes Orchester stellt das ORF Radio-Symphonieorchester (RSO) eine unverzichtbare Institution des österreichischen Musiklebens dar. Der Bachchor Salzburg hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach Gelegenheit mit dem RSO auf höchster Ebene zu musizieren.

Die Erfahrung im Spitzenfeld des österreichischen Chorwesens zeigt uns, dass der Verlust dieses Klangkörpers nicht nur aus künstlerischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht nachhaltigen Schaden verursacht, da der Wertmaßstab künstlerischer Höchstleistung unweigerlich in den Bereich der Liebhaberei abrutscht.

Als nach der Einstellung diverser regionaler Rundfunkchöre im Jahr 1995 auch der ORF-Rundfunkchor Wien aufgelöst wurde, verlor unser Land eine zentrale Referenz für den Wert künstlerischer Leistung und Exzellenz. Nach wie vor leiden die führenden Chöre Österreichs unter dieser Maßnahme und ihren Folgen.

Damit dies dem Österreichischen Orchesterwesen erspart bleibt, treten wir mit allem Nachdruck für den Erhalt des RSO Wien ein!

Johannes Feigl, Präsident
Gregor Faistauer, Geschäftsführer

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Bachchor Salzburg