Welche Musik bleibt, wenn Menschen ihre Heimat verlieren? Welche Stimmen fehlen, wenn Künstlerinnen verfolgt, vertrieben oder ermordet werden? Diesen Fragen widmet sich CLARIVOCE mit dem Konzertabend „FRAUEN IM EXIL“ am Montag, 9. November 2026, um 19 Uhr im Theater Odeon Wien.
Der Abend verbindet Musik mit Literatur und historischen Lebensgeschichten. Das Konzert des Trios CLARIVOCE, die Lesung der Historikerin Andrea Beatrix Schramek, die historische Moderation von Bernhard Müller und eine begleitende Ausstellung von Wolfgang Pohn, kuratiert von der Atelier Galerie Roland Puschitz, eröffnen unterschiedliche Zugänge zu den Themen Verfolgung, Ermordung und Heimatverlust sowie zur Kraft künstlerischen Ausdrucks.
Monika Medek (Sopran), Helmut Wiener (Klarinette) und Stephanie Timoschek (Klavier) präsentieren unter anderem Werke von Ruth Schönthal, Vally Weigl, Maria Hofer, Ursula Mamlok und Ilse Weber. Selten gespielte Kompositionen und eigens erstellte Arrangements begegnen zeitgenössischen Werken. Vier Uraufführungen von Katharina Kreuz, Alexander Kukelka, Michael Amann und Wolfgang-Michael Bauer nach Texten verfolgter Dichterinnen ergänzen das Programm.
Am Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 rückt „FRAUEN IM EXIL“ insbesondere jüdische und politisch verfolgte Komponistinnen und Dichterinnen in den Mittelpunkt. CLARIVOCE lädt dazu ein, ihren Stimmen zuzuhören und sich mit ihrem künstlerischen Erbe auseinanderzusetzen.
Das Konzert wird unterstützt vom Bezirk Leopoldstadt, dem Nationalfonds, dem Zukunftsfonds sowie von „Creatives Centrum Wien“.
Monika Medek – Sopran
Helmut Wiener – Klarinette
Stephanie Timoschek – Klavier
Andrea Beatrix Schramek – Lesung und Dialog
Bernhard Müller – Moderation und Dialog
Zeit:
Montag, 9. November 2026, 19 Uhr
Ort:
Theater Odeon, Taborstraße 10, 1020 Wien
Info und Reservierungen:
www.clarivoce.com
Eintritt gegen freie Spende. Sitzplatzreservierung unter trio@clarivoce.com
