Ein bisschen Trübsal – Kein Sommer

Trübsal ist nichts schlechtes. Ganz im Gegenteil. Das beweisen EIN BISSCHEN TRÜBSAL mit ihrem Debütalbum „Kein Sommer”, das am 23. Oktober 2026 veröffentlicht wurde.

Ein bisschen Trübsal, ist eine Band aus Linz und besteht aus Stefan Wagner, Isabel Olear und Richard Olear. Die Band ist in der Szene nicht unbekannt. Richard Olear ist Teil von Dark Matter Thieves, ein Synth-Wave-Duo aus Linz, das charakteristische Elemente von New Wave, Synth-Pop und elektronischer Musik zu einem atmosphärischen Sound verdichtet. Stefan Wagner ist Teil des Post-Punk- und NNDW-Duos ENDE, das zwischen Wien und Linz arbeitet. Gemeinsam mit Christoph Willenig verbindet er dort treibende Beats, gesellschaftliche Beobachtungen und melancholische Texte zu einem modernen New-Wave-Sound. Das letzte Mitglied des Trios ist die Lead-Sängerin Isabel Olear. Sie übernimmt in der Band auch die Rolle der Songwriterin und ist Autorin bzw. Mitautorin von Singles wie „Mehr“, „Rauch“ und „Rebellion“.

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Klanglich setzt die Band auf atmosphärische Gitarren, repetitive, aber wirkungsvolle Drumbeats und den ausdrucksstarken Gesang von Isabel Olear. Dieser Gesang ist sowohl nostalgisch-wehmütig als auch energisch-eindringlich. Das Trio bedient sich an den 1980ern und am Pop der frühen 2000er und liefert den Soundtrack für einen Coming-of-Age-Sommer, an den man sich immer wieder gerne erinnert. Auf „Kein Sommer” kollidieren Romantik und Pragmatismus, Fantasie und Realität, nostalgischer New Wave und moderner Indie Pop. Sehnsucht in all ihren Facetten ist das große, albumüberspannende Thema. Das kann der Wunsch sein, sich selbst wiederzufinden nachdem man sich im Eskapismus verloren hat. Oder nach einer intakten Familie, auch wenn man in der Kindheit schlechte Erfahrungen gemacht hat. Oder klassisch das romantische Begehren, bei dem man sich ganz gut selbst im Weg stehen kann. 

„Kein Sommer” verpackt das Gefühl des Ausbrechen-Wollens in catchy Hooks und Songs, die vielleicht erst bei genauerem Hinhören preisgeben, warum das Album nicht „Sommer” heißt. Ein bisschen Trübsal vermischt geschickt Melancholie mit Euphorie und lädt dazu ein sich für ein paar Minuten die Last von den Schultern zu tanzen oder einfach kurz in einen Tagtraum zu flüchten.

Anna Ploy

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Links:
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Bandcamp