Zwei Jahre nach ihrem von allen Seiten hochgelobten Album „The Ground Below“ meldete sich die Grande Dame der österreichischen Singer/Songwriterszene Clara Luzia im vergangenen April mit ihrem inzwischen vierten Album „Falling Into Place” auf eindrucksvolle Art und Weise wieder zurück. Mit den diesmal vorwiegend in Eigenregie entstandenen Stücken liefert die gebürtige Niederösterreicherin einmal mehr den Beweis, dass es sich bei ihr um eine der talentiertesten Liedermacherinnen des Landes handelt. In den kommenden Wochen ist die Songwriterin wieder einmal vermehrt auf Österreichs Bühnen unterwegs. Am 16. September ist die Songwriterin im Kino Ebensee zu Gast.
Nach eigenen Angaben versteht Clara Luzia ihr neues Album als eine Art „Befreiung“, als ein Hintersichlassen des Zustands einer inneren Zerrissenheit, als ein Stück Weg hin zu einem Ort, an dem sie als Künstlerin aber auch als Mensch selbst bestimmen kann. „Falling Into Place” ist ein hochemotionales Stück Musik geworden, eines jedoch, das trotz aller Gefühlsoffenbarungen zu keinem Moment auch nur in irgendeiner Weise Gefahr läuft, in den seichten Gewässern des Mainstream-Pop hängen zu bleiben. Pathetik und große Gesten waren und sind noch nie wirklich das Ding von Clara Luzia, vielmehr gibt die gebürtige Niederösterreicherin mit der zerbrechlichen und berührenden Stimme auch diesmal eher nachdenklich distanziert.
Clara Luzia – Sink like a stone (Single edit) by Asinella Records
Was aber den sehr abwechslungsreichen, zwischen dunklen Stimmungen und Momenten der Zuversicht pendelnden neuen Indiepop-Nummern mit zum Teil neofolkigen Einschlag sehr gut ansteht. Anders noch wie auf dem Vorgängeralbum „The Ground Below“, welches dann doch schon ein wenig in Richtung hin zum orchestralen Pop tendierte, gibt sich die Liedermacherin in Sachen Sound deutlich entschlackt. Besonders beeindruckend, mit wie wenigen Mitteln es der Liedermacherin gelingt, in ihren Songs Atmosphäre und Stimmungen zu erzeugen.
Mit „Falling Into Place“ positioniert sich Clara Luzia einmal mehr als eine höchst eigenständige musikalische Persönlichkeit, der es erneut gelungen ist, ihre ganz eigene und ungemein spannende Version von Popmusik zu konzipieren, welche sich durch eine enorme Vielfalt, hohe Eigenständigkeit und viel Charakter auszeichnet. (mt)
Termine:
16.09. Kino Ebensee
29.09. Waves Vienna Festival
07.10. Komma, Wörgl
08.10. Jazzkeller, Krems
14.10. Altes Kino, Drosendorf
21.10. Museum, Hartberg
Foto: Sarah Haas
Clara Luzia