CATASTROPHE & CURE – „IN THE WIND“

Ganz neu ist die Band CATASTROPHE & CURE nicht. Ihr aktuelles Album „In The Wind“ (Blank Spots // VÖ: 25.04.25) ist es aber allemal. Fünf Jahre nach ihrer letzten Albumveröffentlichung ist die oberösterreichische Indie-Rock Band zurück mit neuer Musik. Dabei ist die Essenz der Band durchaus präsent, sie zeigen sich aber auch von einer frischen Seite.

Seit 2009 gibt es die Band Catastrophe & Cure aus Steyr und sie sind seither nicht aus der Indie-Rock Szene in Österreich wegzudenken. Jetzt melden sie sich zurück mit ihrem fünften Studioalbum „In The Wind“. Die Band hat sich für das Album nicht neu erfunden, sondern baut auf ihren vorherigen Werken auf. Trotzdem haben sie es geschafft, sich von einer aktuellen Seite zu präsentieren. Musikalisch besinnt sich die Band zurück auf ihre Indie-Rock Wurzeln. Verzerrte Gitarrensounds sind genauso fixer Bestandteil wie eingängige Drumfills. Der Fokus auf Synthesizersounds, der letzte Projekte geprägt hat, ist etwas in den Hintergrund gerutscht. Es macht aber umso mehr Spaß, wenn dann doch mal ein Synth durchklingt. Besonders ist das bei dem Interlude „Different Possibilities“ zu erleben. Wie es zu dem musikalischen Klangbild gekommen ist, hat uns Johannes Eder (Gesang) im kürzlich veröffentlichten MICA-Interview verraten.

Dieses Video auf YouTube ansehen.
Hinweis: Mit dem Abspielen des Videos laden sich sämtliche Cookies von YouTube.

Auch die britische Band The Cure greift in ihren Alben gerne auf Zwischenspiele zurück. Ein kleiner Vergleich zwischen den Briten und Oberösterreichern ist fast unausweichlich – schon allein wegen der Namen der beiden Bands. Gerade bei Titeln wie „Worn Out and Faded“ ist ein wenig Post-Punk Flair zu spüren. Dennoch schafft es Catastrophe & Cure ihrer Musik immer wieder eine ganz persönliche, eigene Note zu verleihen. Ein Grund für den Wiedererkennungswert der Band ist immer noch die Stimme von Sänger Johannes Eder. Auch wenn der Gesang meist in die instrumentale Umgebung eingebettet ist, kommt man nicht umhin, die Aufmerksamkeit immer wieder Eder und seiner Stimme zu schenken. Sie begleitet einen durch das gesamte Album hindurch und vervollständigt die Musik.

Inhaltlich wirkt das Album sehr nachdenklich, was vielleicht auch auf das lange Bestehen der Band zurückzuführen ist. Es behandelt die Vergänglichkeit der Dinge, die Angst vor Verlust und auch die Sorge, auf die falschen Hoffnungen und Träume zu bauen – eine Erfahrung, die sicherlich viele Musiker:innen machen. Die Band versteht es trotzdem diese Themen in einer Art und Weise zu präsentieren, die nicht schwerfällig oder dunkel wirkt. Das Album ist eher ein ermutigender Begleiter auf der Reise des Lebens.

Mit „In The Wind“ zeigt Catastrophe & Cure einmal mehr, dass sie eine Band sind, welche die österreichische Musiklandschaft auch nach über 15 Jahren immer wieder bereichert und prägt. Es ist ein Album, das sich als perfekter Roadtrip-Begleiter präsentiert und ideal für laue Frühlingsabende ist.

Ylva Hintersteiner

++++

Live
30.04.25 – Steyr, Röda      
01.05.25 – Kufstein, Kulturfabrik    
02.05.25 – Dornbirn, Spielboden  
03.05.25 – Übersee, Freiraum       
22.05.25 – Wien, Arena     
23.05.25 – Linz, Stadtwerkstatt     
24.05.25 – Salzburg, ARGEkultur  

Links
Catastrophe & Cure Instagram
Catastrophe & Cure Facebook
Catastrophe & Cure Spotify