Carl Bechstein Stiftung: Vier junge Pianisten aus Österreich erhalten Stipendien über je 12.000 Euro

Berlin/Wien, im März 2021. Keine Auftritte, kaum Wettbewerbe. Vor allem junge Pianistinnen und Pianisten sind von der Pandemie besonders stark betroffen. Viele von ihnen haben Probleme, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Deshalb hatte die CARL BECHSTEIN STIFTUNG im Februar 2021 ursprünglich zehn Stipendien ausgeschrieben, die an herausragende junge Pianistinnen und Pianisten im klassischen Bereich vergeben werden sollten.

Doch angesichts der ernsten wirtschaftlichen Lage der Bewerberinnen und Bewerber wurde der Topf kurzerhand kräftig aufgestockt. „Wir haben mehr als 90 Bewerbungen erhalten, von denen 86 den Kriterien der Ausschreibung entsprachen. Und wir haben erkannt, dass alle der jungen Pianistinnen und Pianisten überaus bedürftig sind“, betont Gregor Willmes, Vorstand der Carl Bechstein Stiftung. Pianistinnen und Pianisten, die am Anfang ihrer Karriere stehen, finanzieren ihr Leben über Konzerte und Wettbewerbspreise. „Beides ist ja im Vorjahr fast komplett weggebrochen“, sagt Willmes.

Fördertop kräftig aufgestockt

Deshalb entschieden Vorstand und Kuratorium der Carl Bechstein Stiftung einstimmig, die Zahl der Stipendien von 10 auf 18 zu erhöhen und die übrigen Bewerberinnen und Bewerber mit Einmalzahlungen zu unterstützen. Insgesamt schüttet Bechstein Fördergelder von insgesamt 352.000 Euro aus – eine Summe, fast dreimal so hoch wie ursprünglich budgetierten 120.000 Euro.

Unter den ausgewählten Stipendiaten sind zwei Österreicher: Aaron Pilsan und Philipp Scheucher qualifizierten sich für je ein mit 12.000 Euro dotiertes Jahresstipendium – die Stipendiaten erhalten ein Jahr lang 1.000 Euro pro Monat – sowie zwei in Österreich lebende Pianisten: Der Franzose Ingmar Lazar sowie der Ukrainer Dmytro Choni.

Mehr als nur Geld

„Die Unterstützung junger Pianistinnen und Pianisten an der Startrampe ihrer beruflichen Laufbahn durch die Carl Bechstein Stiftung setzt neben der dringend notwendigen finanziellen Unterstützung ein Zeichen der Zuversicht“, betont Prof. Christian Höppner, Vorsitzender des Kuratoriums der Carl Bechstein Stiftung und Generalsekretär des Deutschen Musikrates. Die Stipendien und Einmalhilfen seien mehr als eine Überbrückungshilfe, sondern geben Auftrieb zum Durchhalten. „Die dramatischen Einzelschicksale vieler Kreativschaffender offenbaren nicht nur die Defizite in der sozialen Absicherung, sondern mahnen eine nachhaltige Sicherung unseres Kulturlebens in der Zeit nach der Pandemie an. Kultur ist das Fundament für unser Zusammenleben. Mein großer Dank gilt deshalb jenen Menschen in der Bechstein-Welt, die diese zukunftsweisende Unterstützung ermöglichen“, so Prof. Höppner abschließend.

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Karl Bechstein Stiftung