KomponistInnen werden zur Einsendung von Orchesterwerken eingeladen. Jährlich sollen 2 Orchesterkonzerte mit jeweils vier bis sechs Uraufführungen stattfinden (je nach Länge der eingereichten Musikstücke). Der Schwerpunkt liegt auf österreichischen oder in Österreich lebenden KomponistInnen jeden Alters.
Die ausgewählten KomponistInnen erhalten die Möglichkeit, bei den Proben anwesend zu sein und gegebenenfalls ihr Werk dabei auch noch zu verändern oder zu optimieren. Die Orchesterwelt bestellt eine Jury, die sowohl aus InstrumentalistInnen wie auch aus KomponistInnen besteht, und kann auch selbst Werke in Auftrag geben.
Konzertreihe
In der diesjährigen Konzertreihe des Ensembles Orchesterwelt werden die Organisatoren Regina Schmallegger und Walter Baco 2 Aufführungen in Niederösterreich und eine in Wien durchführen. Dabei wird u.a. im Rahmen der Europäischen Theaternacht 2014 ein ganzer 12-Stunden Kulturtag präsentiert, bei dem auch die Orchesterproben für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Der Eintritt ist frei. Karten für die Veranstaltung in Wien und Gumpoldskirchen: regina@zlamal.com
Konzertreihe des Ensembles Orchesterwelt 2014:
15.11.2014 – 19.30
Gasthof Prandl, Hauptstraße 39,, 2493 Lichtenwörth, NÖ
Eintritt frei, Spenden erbeten
(Öffentliche Proben: 13.00 – 15.00 und 16.00 – 18.00)
20.11.2014 – 19:30
Festsaal des Amtshauses Hietzing, Hietzinger Kai 1, 1130 Wien
21.11.2014 – Musikschule Gumpoldskirchen, NÖ
Musikmittelschule, Jubiläumsstraße 23 11:00
Dirigent: Vladimir Kiradjiev
Werke von Alexander Zlamal, Gabriele Proy, Stefan Albert,Diether Soyka,Ralph Schutti, Michael Wahlmüller, Günther Mohaupt sowie eine Orchester-Improvisation von Walter Baco
Die Orchesterwelt verfolgt das Ziel, als Schnittstelle zwischen Komponisten und Interpreten zu fungieren und so das zeitgenössische Musikschaffen in Österreich nachhaltig zu fördern. Dadurch wird eine wichtige Kommunikationslücke geschlossen.
Interpreten und Komponisten sind zwei Hauptproponenten des Musikgeschehens, wenn nicht sogar die tragenden Säulen. Doch nur selten kommen sie überhaupt miteinander in Berührung. Jede Gruppe weiß viel über die eigenen Sorgen und Nöte, doch wenig wissen beide über die Spezifika der jeweils anderen Gruppe.
So kommt es, dass Komponisten Partituren verfassen, die sich nur schwer oder kaum realisieren lassen, weil sie viel zu wenig Einblick in die Spielarten und Möglichkeiten der Instrumente haben. Kaum kommt ein Komponist je in die glückliche Lage, dass ihm ein Instrumentalist, ein Kammerensemble oder gar ein Orchester zur Verfügung steht, um seine Ideen auszuprobieren, mit Klängen zu experimentieren oder schlicht im Verlauf des Arbeitsprozesses zu hören, wie das Ausgedachte in Wirklichkeit klingt.
Umgekehrt sehen die Instrumentalisten in der Regel bloß ein fertiges Notenbild, auf das sie nur geringen Einfluß nehmen oder gar den Urheber darauf hinweisen könnten, wie sich seine Intention – die Klang-Idee – vielleicht auf effektivere Weise verwirklichen ließe.
Die Orchesterwelt fungiert als Brücke zwischen diesen beiden Säulen. In dieser Plattform sind Komponisten und Instrumentalisten vereint. Die zur Aufführung vorgesehenen Stücke werden von beiden Gruppen nicht bloß auf ihre optische Komponente (die Partitur) hin beurteilt, sondern vor allem auf ihre Praxistauglichkeit – die Spielbarkeit. Ein reger Kommunikationsfluß und ein gemeinsames konstruktives Arbeiten sollen den entscheidenden Impuls zum Entstehen wie auch zur Aufführung vieler neuer Werke geben.
Der Verein Orchesterwelt: Vorstandsmitglieder: Walter Baco, Regina Schmallegger, Anna Alexieva, Wolfram Wagner und Thomas Dürrer.
http://kulturag.heimat.eu/html/musik/orchesterwelt.htm