
Das besonders Schöne an dieser Veröffentlichung ist, dass wirklich nichts, aber auch rein gar nichts irgendwie aufgesetzt oder gekünstelt wirkt. Von dem Moment an, an dem Roman Watschinger seine Stimme zu den ersten Noten erhebt, stellt sich ein Gefühl von Ehrlichkeit, Unmittelbarkeit und Originalität ein. Auch weil von allen Beteiligten der Wunsch nach irgendeiner Art von Perfektion bewusst hintangestellt wird. Die Band bestehend aus Herbert Könighofer (Saxophon, Gitarre), Philipp Nykrin (Piano, Orgel), Andreas Lettner (Schlagzeug, Percussion) und Kris Jefferson (Bass) spielt einfach drauf los, verzichtet auf Experimente und rückt die Originalität ihres ursprünglich aus Niederösterreich stammenden Frontmannes stimmungsvoll, versteckt facettenreich und manchmal auch mit schräger Note in den Vordergrund.
Den Blues so richtig amerikanisch, mit 70`s Orgelklängen versetzt und mit etwas Wienerischem garniert zelebrierend, lassen Sänger Roman Watschinger und seine Blues `N` Lovers auf diesem Wege Nummern entstehen, die sich Aufgrund eben dieser Unaufgeregtheit in die Tiefe entfalten und Emotionen wecken. Und das in den leichtfüßig beschwingten Passagen ebenso, wie in den ruhig und langsamen Momenten. „New Time Coming“ macht einfach Spaß, berührt und überzeugt, weil es eben allen glatten Anstrich vermissen lässt. Die Nummern haben Charme, etwas unsauberen zwar, aber genau dieser Umstand macht auch ihren Reiz aus. Kurz: ein Album, das nicht nur ausgewiesenen Blues-Liebhabern ans Herz gelegt sein soll. (mt)
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