Freunde der niveauvollen Musik aus dem Mittelmeerraum werden mit dem am 12. Juli im Theater am Spittelberg in Wien Dargebotenen mit Sicherheit ihre große Freude haben. Zu Gast ist mit der Formation Tsatsiki Connection ein Ensemble, das bereits seit vielen, vielen Jahren die heimische Weltmusikszene bereichert und ganz ohne Zweifel auch zu deren Pionieren gehört. Die sich um den in Griechenland geborenen Sänger und Gitarristen Lakis Jordanopoulos (Lakis & Awach) scharrende Truppe versteht es auf mitreißende Weise, verschiedenste Musiktraditionen, wie etwa die des ostmediterranen und des mitteleuropäischen Raumes, zu einem sehr facettenreichen und lebendigen Ganzen zu verweben.
Neuinterpretation der griechischen Folklore
Der 1953 in Thessaloniki geborene Lakis Jordanopoulos, der vielen wohl als auch Moderator des Fernsehmagazins “Heimat, fremde Heimat” sowie als Interviewer der gleichnamigen Radiosendung auf Radio Wien bekannt sein dürfte, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die traditionelle Musik seiner Heimat Griechenland einer Neuinterpretation zu unterziehen. Er führt diese weg von allem Pathos, welcher ihr vermeintlich anhängt, hin zu einer zu allen Seiten hin offenen Form.
Lakis Jordanopoulos geht in seinen Kompositionen eher zurückhaltend an die Sache heran und reduziert die Musik auf das Wesentliche, auf das unmittelbare Gefühl, welche über sie zum Ausdruck gebracht werden soll. Frei von allem Scheuklappendenken versucht der Sänger und Gitarrist, Verbindungen zur mitteleuropäischen Klangtradition herzustellen und die einzelnen Spielformen, mit dem Ziel eine universelle und eigenständige musikalische Sprache zu erschaffen, in einem Stil zusammenzuführen. So finden sich in den Stücken seines Ensembles Tsatsiki Connection neben Elementen des traditionellen griechischen Liedguts, auch solche des europäisch geprägten Jazz und des Wienerlieds.
Musik voller Spielfreude
Für weitere klangliche Facetten sorgen Lakis Jordanopoulos Mitmusiker Yildirim Fakilar (Gesang, Perkussion), Hakan Gürses (Gesang, Gitarre, Bouzuki, Flöte, Ud, Baglama) und Herwig Thöny (Bass), die durch ihr sehr variantenreiches und verspieltes Zutun, sowie durch ihre in jedem Moment spürbare Spielfreude, die Musik im Gesamten noch lebendiger erklingen lassen. Die Stücke atmen richtiggehend und wissen in hohem Maße zu berühren und zu begeistern. Beste Voraussetzungen als für einen wirklich besonderen und intimen Konzertabend, welcher klanglich vom östlichen Mittelmeerraum bis nach Österreich führt. (mt)