
Wer mit den bisherigen Veröffentlichungen von Triotonic vertraut ist, der weiß, dass es Volkhard Iglseder (Piano), Oliver Steger (Bass) und Bernhard Wittgruber (Schlagzeug) noch nie wirklich darum gegangen ist, ihre eigene Virtuosität, sowie ihr Können an den Instrumenten offen zur Schau zu stellen. Vielmehr waren die drei Musiker immer schon danach bestrebt, den von ihnen gemeinsam erschaffenen Gruppenklang in den Vordergrund zu rücken. Nach 14 Jahren des Zusammenseins – Triotonic wurde 1999 gegründet – kennt man einander genau und teilt auch die gleichen musikalischen Visionen, die sich vor allem aus der Vorstellung nähren, dass es im Jazz nicht immer hoch experimentell, sperrig und verkopft zugehen muss.

Es ist nicht so, dass es spielerisch nicht herausfordernd zugeht, ganz im Gegenteil, Iglseder, Steger und Wittgruber zeigen sehr wohl, was sie auf dem Kerbholz haben, nur wird dies in keinem Moment wirklich offenkundig. Die Melodien fließen und erschließen sich auf sanftem und gefühlvollem Weg, die Arrangements, so abwechslungsreich und wechselhaft sie auch sind, erwachsen unspektakulär aber dafür umso stimmiger zu weiten und facettenreichen Spannungsbögen. Es sind die kleinen, oft unter der hörbaren Oberfläche versteckten Details, die für die Akzente sorgen, immer wieder Neues entdecken und ein zweites und drittes Mal hinhören lassen. Kurz: ein wirklich gelungenes Stück Musik.
Die nächste Gelegenheit, das neue Material live zu erleben, gibt es am 7. Juni im Kulturhaus EmailWerk in Seewalchen. (mt)
http://www.triotonic.com/