Tiroler Kammerorchester InnStrumenti: Ma Le Fiz

Der neue Tonträger stellt vier Orchesterwerke vor, welche sich in jeweils sehr unterschiedlicher Ausprägung Klangspektren annähern, die als eine Art Crossover zwischen der klassischen Besetzung und Musizierweise eines Kammerorchesters und charakteristischen Elementen der Musikgenres Jazz, Rock und Pop beschrieben werden können.

Das Fender-Piano als Soloinstrument mit seinen stiltypischen Klangmöglichkeiten und Effekten beeinflusst in der Komposition Aggregate von Klex Wolf die Spielweisen und fein schattierten Klangfarben des in zwei Gruppen gesplitteten Orchesters. Beim Traum im Stehen stellt sich Johannes Sprenger der speziellen Herausforderung, dem Kammerorchester eine hochkarätig besetzte Jazzcombo als Soloensemble gegenüber zu stellen bzw. damit klanglich und stilistisch eng zu vernetzen.

Manu Delago legt sich die Noten für den Solopart seines Werkes auf das Notenpult: Im Ma Le Fiz Concerto entwickelt sich auf verschiedenen Ebenen ein Dialog zwischen elektronisch inspirierten Beats, Akzenten und gestischen Elementen der drei Solo-Perkussionisten und den Orchestermusikerinnen und -musikern, von zartesten Klängen bis zu weitausladenden, filmmusikalisch anmutenden Passagen. Helmut Jasbar konturiert in der kraftvollen Far Side Symphony ein dreisätziges Werk, das in vielen Passagen besonders durch seine rhythmisch-rockige Prägnanz gekennzeichnet ist und in einen skurrilen ‚Tarzan-Schrei‘ mündet.

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