Für den österreichischen Film scheint es im Moment wirklich zu laufen. Jüngstes Beispiel ist “Universal Love” von Regisseur Thomas Woschitz. Der Musikfilm, den der Filmemacher gemeinsam mit der Band “Naked Lunch” umgesetzt hat, wurde in Saarbrücken mit dem begehrten Max Ophüls Preis ausgezeichnet.
Üblicherweise stellt die Musik im Filmbusiness eine eher nach- oder untergeordnete Größe dar. Sie dient in den meisten Fällen eher dazu bestimmte Stimmungen zu verstärken. Mit seinem 80 Minuten langen Film “Universal Love” versuchte Regisseur Thomas Woschitz einen anderen Weg einzuschlagen. In sechs Episoden, die in sechs verschiedenen Ländern spielen, verhandelt er das wohl universellste Thema der Welt: die Liebe. Die im Verhältnis zum Bild völlig gleichberechtigte Filmmusik steuerte die österreichische Band Naked Lunch bei.
Max Ophüls zählt zu den wohl bedeutendsten Regisseuren des vergangenen Jahrhunderts.International bekannt wurde er mit Filmen wie “Brief einer Unbekannten” nach Stefan Zweig (1948), “Der Reigen” nach Arthur Schnitzlers Skandalstück (1950) oder “Lola Montez” (1955). Das in Saarbrücken in den achtziger Jahren ins Leben gerufene Filmfestival gilt unter Experten als eines der wichtigsten Foren für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm.

