Immer mehr Projekte und Aufführungen zeitgenössischer Musik versuchen verstärkt visuelle Aspekte in den jeweiligen Performances zum Tragen zu bringen. Dies mag zwar als brauchbare Strategie dienen, um neues Publikum zu gewinnen, birgt jedoch die Gefahr, lediglich „dekorativ“ zu wirken. Das international besetzte Colloquium THE VISUAL DIMENSION widmet sich einer kritischen Evaluierung von Auswirkungen der multimedialen Annäherung an zeitgenössische Musik, sowohl in Bezug auf die vergangenen, als auch die aktuellen audiovisuellen Kompositionsprojekte.
Parallel zum Kongress findet ein Workshop statt – als Auftakt eines neuen multimedialen Projekts, das in Zusammenarbeit von Filmemacherinnen und Komponistinnen entsteht und sich mit den Prinzipien der Gemeinwohlökonomie beschäftigt. Die Premiere ist für Oktober 2018 geplant.
Programm
Donnerstag, 11. Mai 2017
14.30 Uhr Opening
Christos Carras (Onassis Cultural Centre / Interfaces Network)
14.45 Uhr The Visual Dimension
Key note by Georg Friedrich Haas
Visual elements as a means of musical expression. An account of a composer’s experiences.
16.15 Uhr Film & Music
Kick-off by Iris ter Schiphorst
New strategies and options
Freitag, 12. Mai 2017
15.00 Uhr Extending the narrative, augmented reality in music projects
Lecture by Ludger Brümmer (ZKM / Interfaces Network)
Demonstration of technology’s special features and potentials through samples of augmented narration.
16.30 Uhr Film and movement as polyphonic layers in musical performance
Lecture by Jennifer Walshe
Technical and aesthetic approaches – workflow, notation.
18.00 Uhr Conclusions & Farewell
Sven Hartberger (Klangforum Wien)
Anmeldungen bitte per Mail an info@klangforum.at
Veranstaltungsort: Wiener Konzerthaus (Wotruba Salon)
Eintritt ist frei
Die Veranstaltung findet in englische Sprache statt.
Das Colloquium findet im Rahmen des Projekts INTERFACES mit freundlicher Unterstützung durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Union statt.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Klangforum Wien, Onassis Cultural Center Athens, Tricky Women, und Amour Fou, in Kooperation mit mica – music austria und der Internationalen Musikforschungsgesellschaft (Wiener Konzerthaus).

