
Das Festival „tanzlust“ zeigt auf ganz wunderbare und unterhaltsame Weise, dass wirklich zu jeder Art von Musik getanzt werden kann. Auch im Rahmen der inzwischen zehnten Auflage der Veranstaltung wird dafür gesorgt, dass sich das Publikum aktiv, also das tanzend, am Geschehen beteiligen kann. Auf den insgesamt drei „Tanzböden“ wird den BesucherInnen die seltene Gelegenheit geboten, von fünf TanzmeisterInnen in die unterschiedlichen Tanztraditionen professionell eingeführt zu werden. Spannend werden vor allem die vielfältigen kulturellen Begegnungen und Vermischungen zu beobachten sein. So kann es schon einmal passieren, dass etwa Landler und Steirer auf Tarantellas treffen, oder beskidische Schreigesänge sich mit Roma- Chansons und ur-ungarische Kreistänze sich mit archaische „Bödälä“-Rhythmen verbinden. Wie gesagt, alles ist möglich. Und genau das macht die ganze Sache auch so spannend.
So vielfältig und facettenreich wie sich das Angebot im Tanzbereich präsentiert, so bunt und abwechslungsreich auch die Zusammensetzung der KünstlerInnen und Bands, die für die passende musikalische und rhythmische Begleitung sorgen. Diese kommen in diesem Jahr aus Bosnien Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, New York, Polen, der Schweiz, Sizilien, Ungarn, Uruguay und Österreich und decken ein ungemein weites stilistisches Spektrum ab: traditionelle Volksmusik, Balkan- und Weltmusik, Indiepop, Hip Hop und tanzbarer Clubsound. Bei welch einem Festival bekommt man sonst so einen außergewöhnlichen Mix geboten. Alleine schon die Namen der Acts versprechen außergewöhnliche Hör- und Tanzerlebnisse: Texta, Clara Luzia, Destroy Munich, Ljubinka Jokic & Band, Miss Andaka, Mentés Masként (HU), i Beddi (IT), Mansur Scott & Guests (US), Nakaira (IT), Beef Theatre (D) und viele mehr.
Die Veranstalter des Festivals haben es auch in diesem Jahr geschafft, ein hochklassiges Programm auf die Beine zu stellen, an dem wirklich jede/r seine Freude haben wird. (mt)
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