Ganz im Zeichen der Vielfalt der Kulturen und Toleranz steht das am 28. Mai stattfindende Südwind Straßenfest im Alten AKH in Wien. Einmal mehr werden die BesucherInnen dazu angehalten, sich auszutauschen, kennenzulernen und mit verschiedensten Kulturen vertraut zu machen. Auf insgesamt 40 Informations- und Gastroständen wird mit kulinarischen Spezialitäten, Workshops und Musik aus Afrika, Asien und Lateinamerika für ein multikulturelles Erlebnis gesorgt. Zahlreiche österreichische und internationale entwicklungspolitische/globalisierungskritische Organisationen, Initiativen und Solidaritätsgruppen stellen ihre Projekte vor. Für die passende musikalische Unterhaltung sorgen Maghreb Vibration und Doctor Krapula.
Gegründet wurde die heute achtköpfige und multikulturell besetzte Formation Maghreb Vibration gerade einmal vor einem Jahr von dem in Österreich lebenden marokkanischen Sänger und Komponisten Karim Chajry. Musikalisch präsentiert sich die Truppe (Nasser Nouri, Edith Lettner, Anis Kasbaoui, Roman Azul, Leo Geist, Habib Samandi) als eine zu allen stilistischen Seiten hin offene. Irgendwelchen Einschränkungen unterwirft sie sich bewusst nicht. So finden sich im ungemein vielschichtigen und bunten Sound Einflüsse aus den unterschiedlichsten musikalischen Welten, wobei die traditionelle Musik Maghrebs als klangliche Basis dient. Diese wird aber durch die Verknüpfung mit Elementen des Jazz, Funk, Chaabi, Gnawa, Sahraoui, Reggae, Ragga und Rock in einer ungemein facettenreichen, energiegeladenen und tanzbaren Form dargebracht. Genau das richtige für Liebhaber weltmusikalischer Klänge.
Doctor Krapula lassen es anschließend dann etwas lauter werden. Die kolumbianische Independent Rock/Ska-Combo zählt seit Jahren neben dem Weltstar Shakira zu den bekanntesten Formationen ihres Landes und füllen dort bei Konzerten ganze Fußballstadien. Das sollte als Qualitätsbeweis wohl reichen.
Alles in allem dürfen sich die BesucherInnen auf einen, aus musikalischer Sicht, überaus abwechslungsreichen und unterhaltsamen Konzertabend freuen, bei dem voraussichtlich alle auf ihre Kosten kommen werden. (mt)