Uraufführung von „Sterbebett mit Pappendeckeln“

Einen in der Tat einen mehr als langen Weg hinter sich hat das Theaterstück „Sterbebett mit Pappendeckeln“ von Andreas Okopenkos. Ursprünglich 1973 vom steirischen herbst in Auftrag gegeben, gelangte es jedoch niemals zu Aufführung. 38 Jahre später ist das Sprechstück des im Vorjahr verstorbenen österreichischen Literaten nun doch auf der Bühne zu sehen. Premiere feiert „Sterbebett mit Pappendeckeln“ unter der Regie von Sandy Tomsits am 27. Mai im Theater Spielraum in Wien. Für die Musik zeigt sich der österreichische Elektronikkünstler und Komponist Karlheinz Essl verantwortlich.

Matthes, die zentrale Figur von Okopenkos Stück, liegt im Spital und ringt um sein Leben. Umgeben von seinen Verwandten, die sich für alles andere interessieren, nur nicht für sein Schicksal, will „das Eigentliche des Existierens unbedingt zum Ausdruck bringen“, scheitert aber an den begrenzten Vermittlungsmöglichkeiten der Sprache.

Seit nun schon mehreren Jahren arbeiten die Regisseurin Sandy Tomsits, die seit 2004 in Deutschland unter anderem am Essener Grillo-Theater gearbeitet hat, und der Dramaturg Michael Cerha an der Realisierung dieses herausfordernden und spannenden Theaterprojektes. Zwecks Ideenaustausches und Rat ist man auch mit Andreas Okopenkos, der in seinen letzten Lebensjahren die kolossale “Originalpartitur” vereinfacht und aktualisiert hat, bis zu dessen Tod  in engem Kontakt gestanden.

Die Hauptrolle des sterbenden Bauingenieurs Matthes spielt der gebürtige Freiburger Marco Mehring. In weiteren Rollen zu sehen sind unter anderem Imke Büchel, Charis Nass und Emanuel Fellmer sowie als Sopranistin Lela Wiche.  Die Musik wird beigesteuert von dem renommierten österreichischen Elektroniker, Klangkünstler und Komponisten Karlheinz Essl, der im Rahmen der Aufführungen auch live auf der Bühne zu sehen sein wird.

Foto: Sierk Radzei

 

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