
Die im Klang zum überwiegenden Teil von akustischen Gitarren getragenen Songs punkten vor allem durch ihre sehr unaufgeregte 60er und 70er Jahre Folk-Attitüde. Keinen Ton zu viel gesetzt, versteht es die österreichisch-britische Truppe rund um den gebürtigen Innsbrucker ganz vortrefflich auch mit wenigen Mitteln (als weitere stilbildende Instrument dienen vor allem eine Violine und ein Cello) die Musik mit Leben, Gefühl und Tiefe aufzuladen. Besonders erfreulich ist, dass von Vinzenz Stergin (Gitarre, Gesang) und seinen KollegInnen Andrew Gorman (Violine, Gesang), James Greenfield (Cello, Gesang) und Nora Jenewein (Schlagzeug, Percussion) aller Pathos, der im Kontext des modernen Liedermachertums oftmals zu hören ist, bewusst zurückgeschraubt wird, was im Ergebnis zu einem Mehr an Natürlichkeit und Authentizität führt. Die in der Stimmung von heiter bis melancholisch reichenden Songs des Viergespanns sind solcher Art, die über feine Melodien, mehrstimmigen Gesang, dezenter Rhythmusarbeit und einer ansteckenden Leichtfüßigkeit, sich schon nach wenigen Augenblicken erschließen und auch nach mehreren Durchläufen immer noch zu gefallen wissen.
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Zusammenfassend kann man sagen, dass Vinzenz Stergin und seinen MitmusikerInnen mit „Grow“ ein wirklich schönes Debüt gelungen ist, eines, das Spaß macht und auf jeden Fall auch für die Zukunft hoffen lässt.
Michael Ternai
Foto Window Farm: Adrian Meth