Spring String Quartet (c) Martin Arbeithuber

SPRING STRING QUARTET – „Best Ingredients“

Fünf hochgelobte Alben, Konzertreisen quer durch Europa, Nordamerika und Afrika, Kollaborationen mit einer Vielzahl von Größen der internationalen Musikszene, wie etwa mit der Jazzlegende Lee Konitz, dem deutschen Liedermacher Konstantin Wecker und dem Opernstar Angelika Kirchschlager, ja, das SPRING STRING QUARTET hat auf seinem mittlerweile zwei Dekaden andauernden Weg einiges erlebt. Gründe, um das 20-jährige Bestehen zu feiern, gibt es also genug. Sich und ihre Fans belohnt sich die vierköpfige Truppe mit dem eben erschienenen Jubiläumsalbum „Best Ingredients“ (ATS).

Christian Wirth (Violine), Marcus Wall (Violine), Julian Gillesberger (Viola) und Stephan Punderlitschek (Violoncello) haben sich für ihr Jubiläum etwas Besonderes ausgedacht. Das freudige Ereignis soll nicht mit einem klassischen Best-of-Album begangen werden, sondern mit einem echten Special, und zwar mit einem Album, das ausschließlich Neubearbeitungen von Klassikern der Musikgeschichte bereithält, welche die vier Streicher in ihrer Vergangenheit beeinflussten und prägten.

Klassiker der Musikgeschichte in einem neuen Klanggewand

Es ist eine Reise durch das letzte Jahrhundert, die das Spring String Quartet auf seinem neuen Album unternimmt, eine, die wirklich quer durch alle Genres führt, von der Klassik und dem Musical über den Jazz und alternativen Rock bis hin sogar zum Metal, von Joe Zawinul und Claude Michel Schönberg über Tom Waits, Soundgarden, Van Halen und Deep Purple bis hin zu System of a Down und King Crimson. Das Spring String Quartet interpretiert die ausgewählten Nummern auf seine ureigene Art, die vier Musiker verleihen ihnen einen neuen Klang, eine gänzlich neue Note, die richtig abwechslungsreich und spannungsgeladen aus den Boxen schallt.

Cover “Best Ingredients”

Christian Wirth und seine drei kongenialen Mitstreiter zeigen auf „Best Ingredients“ wirklich alles, was sie instrumental draufhaben, und lassen genau die Qualitäten offenkundig werden, für die sie allerorts so sehr geschätzt werden. Der Vierer beherrscht das Impulsive und Rasante ebenso perfekt wie auch das Gediegene und Elegante, er scheut genauso wenig vor dem Lauten, Heftigen und auch Schrägen zurück wie vor dem Ruhigen und Gefühlvollen. Das Schöne an der ganzen Geschichte ist, dass die Nummern ihren ursprünglichen Charakter beibehalten, nur eben in einer aufregenden neuen Form. Man erkennt sie sofort wieder, entdeckt aber auch eine neue Seite an ihnen, die man bislang noch nicht gehört hat.

Das Spring String Quartet macht auf seinem Jubiläumsalbum eindrucksvoll vor, was wirklich Spannendes entstehen kann, wagt man nur einmal das Experiment. „Best Ingredients“ ist ein Stück Musik, das in hohem Maße zu unterhalten weiß und dem man wieder und wieder gerne zuhört.

Michael Ternai

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