Bild Soulsanity
Soul Sanity (c) Pressefoto

Soul Sanity – „Journey“

Die Modern-Funk-and-Soul-Band SOULSANITY veröffentlichte am 26. März 2016 ihr zweites Album, „Journey“. Ihre Debüt-EP erschien 2014, im Gründungsjahr der Band, und damit wurde eine neue musikalische Stilrichtung geschaffen: Die Band produziert „Modern Funk and Soul“, eine nie dagewesene Kombination aus Funk, Soul, Jazz, Gospel und Blues.

Die aus fünf Musikern – Kathrin Bacher (Vocals, Komposition), Philipp Hörtenhuber (Drums, Komposition), Gerhard Vorauer (Keyboard), Simon Radner (Bass) und Fabian Jungreithmeyer (Gitarre) – bestehende Band SoulSanity schloss sich 2014 zusammen und veröffentlichte noch im selben Jahr ihre erste EP. Ihren unverwechselbaren Sound ergänzen sie bisweilen mit Backgroundsängerinnen und -sängern und Blechbläsern. Das neue Album steht ihrem ersten in nichts nach: Kathrin Bachers soulige Stimme und die fröhlichen Beats bereiten auf den Sommer vor, regen zum Tanzen an – kurz gesagt: Man muss bei der Musik einfach sonnig grooven.

„Come with me, I will show you paradise“

Das zwölf Tracks lange Album bietet ein breites Spektrum an Stilelementen: Im ersten Lied – „Groovin‘ Fairy“ – ist ein bisschen von allem dabei, die Bläser verbreiten ein jazziges Feeling, die Gitarre spielt eine anregende Melodie und Kathrin Bacher präsentiert ihre soulige Stimme. Das Lied geht flüssig über in „Illusionary Playground“, einen verspielten Song, der die ZuhörerInnen unweigerlich zum Tanzen bringt. Vor allem das Keyboard sticht mit den funkigen Passagen heraus und kreiert ein gewisses 1960er-Feeling. Gleich darauf folgt die Nummer drei des Albums – „Migration of the Elements“ – ein Blues/Soul/Funk-Track, der sowohl sanft als auch beschwingt ist. Das Gitarrensolo im Mittelpart des Lieds ist episch und passt kompositorisch perfekt dazu. Generell sind die Lieder durchwegs gut konzipiert, denn es gibt einen stilistischen roten Faden im Album, variieren allerdings sehr, was den Sound betrifft.

Cover Journey
Cover “Journey”

Es folgt ein Gospel-Song mit dem Titel „Paradise“, der mehr nach US-amerikanischem Spiritual-Chor klingt als nach einer österreichischen Band. Die Stimmung ist fröhlich und sonnig, wie man sich Gospel eben vorstellt. Es folgt ein weiteres funky Lied, bevor man „Gentlemen’s Attitude“ hört, einen Song, der wahnsinnig soulig ist und somit super zu Kathrins toller Stimme passt. Doch der Soul bleibt nicht lange, in den darauffolgenden Tracks wechseln sich die stilistischen Elemente ab, mischen sich, trennen sich und bilden eine freundliche, aufgeweckte Atmosphäre. Ein besonders schöner Song ist die Gospel/Soul-Nummer „Modern Love Song“, der vorletzte Track des Albums. Die Stimmung ist lieblich, romantisch und hoffnungsvoll, wie es sich für ein Liebeslied gehört. Das Album schließt ab mit „We came to play“, einem stilistischen Mix aus allem, was die Band verkörpert. Das Lied ist sehr tanzbar, verstrahlt Aufbruchsstimmung und ist außerordentlich groovy.

Fazit: „Journey“ ist ein großartiges Album, auf dem für jeden Geschmack etwas dabei ist. Kathrin Bachers Stimme ist immer wieder angenehm zu hören und die Kompositionen bilden die perfekte Playlist für den Sommer. Demnächst kann man die Band live in Kufstein (11. Juni 2016), Salzburg (29. Juni 2016) und am Woodstock der Blasmusik in Ort im Innkreis (30. Juni 2016) sehen.

Antonia Seierl

Links:
Soul Sanity
Soul Sanity (Facebook)