Mit „Half a Girl“ hat die junge österreichische Singer-Songwriterin Sofia Reyna ihr lang ersehntes Debütalbum veröffentlicht – ein Werk, das eine bemerkenswerte Lebensgeschichte erzählt. Die 19-jährige Künstlerin aus Neufeld an der Leitha hat sich in den letzten Jahren von einer talentierten Nachwuchsmusikerin zu einer Stimme entwickelt, deren Musik weit über ihr Heimatland hinaus Beachtung verdient.
Sofia’s Geschichte
Sofia Reyna wurde 2006 geboren und verlor im Alter von zwei Jahren ihr Sehvermögen. Trotz dieser Herausforderung begann sie früh, sich in der Musik zu verlieren: Sie nahm Gesangsunterricht, lernte Gitarre und entdeckte schnell ihre Begabung für Songwriting. Musik wurde für sie nicht nur Leidenschaft, sondern auch ein Ausdrucksmittel – ein Ort, an dem sie einfach sie selbst sein kann. Ab 2021 begann Sofia, eigene Songs zu schreiben. Ein lang gehegter Traum erfüllte sich schließlich im September 2024, als sie ihr Gesangsstudium an der Jam Music Lab University in Wien aufnahm. Am Standort Gasometer vertieft sie seither ihre musikalische Ausbildung und arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung ihres ganz eigenen Sounds. „Half a Girl“ ist ein facettenreiches Pop-Album, das von der Kraft persönlicher Geschichten und emotionalen Texten geprägt ist. Die Songs bewegen sich zwischen Pop-, Latin- und Dance-Einflüssen. Die autobiografischen Lyrics geben Einblick in Sofias Welt: in ihre Gefühle, ihre innere Stärke und die Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Identität und Selbstbewusstsein – zentrale Themen, die sich wie ein roter Faden durch das Album ziehen.
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Ein Song als Statement: „Half a Girl“
Der Titeltrack „Half a Girl“ reflektiert dabei nicht nur den Albumtitel, sondern auch Sofias Lebensgefühl während ihrer Schulzeit, in der sie sich aufgrund ihrer Blindheit häufig missverstanden und wie ein Außenseiter fühlte. In dem Song spricht sie offen über ihre Unsicherheiten und zeigt zugleich ihren Willen, sich nicht darauf reduzieren zu lassen – eine Haltung, mit der sich viele Menschen unabhängig von ihren Lebensumständen identifizieren können. Ein besonderer Höhepunkt der Produktion ist die internationale Zusammenarbeit mit Jerry Meehan, dem Bassisten von Robbie Williams – eine Erfahrung, die Sofia mit einem professionellen und kreativen Umfeld verband, das sonst eher etablierten Künstler:innen vorbehalten bleibt. Diese Sessions verleihen dem Werk eine internationale Note und unterstreichen Sofias Ambitionen als ernstzunehmende Künstlerin. Die anderen Songs wurden in Österreich produziert, mit dem erfahrenen Produzenten Bernhard Krinner. Inhaltlich glänzt „Half a Girl“ durch Vielfalt: Neben eingängigen, poppigen Nummern zeigt Sofia Reyna auch ihre balladeske Seite – beispielhaft etwa im Duett „Angel“ mit Jerry Meehan. Die Lyrics sind durchgehend stark autobiografisch. Ihr Weg von der ersten selbstgeschriebenen Gitarrenbegleitung über Song-Challenge-Erfolge bis hin zur Zusammenarbeit mit internationalen Musikern wirkt wie ein inspirierender Film über den Glauben an sich selbst, Ausdauer und kreativen Mut.
Romy-Christin Theune
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live
13.02.’26, The Church Pub, Wien
14.03.’26, Kulturzentrum Eisenstadt
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