
Sex On The Beach – “die beste Band Österreichs, dem schlechtesten Namen weltweit” – bringen ein faszinierendes Beispiel dafür, dass man sehr wohl ohne den großen Firlefanz auskommt und Rockmusik sehr wohl auch ohne die großen Gesten oder irgendwelchen klischeebeladenen Pathos funktioniert. Für die Band, deren Mitglieder ihre Identitäten nicht preisgeben, steht alleine die Musik und deren Wirkung im Vordergrund. Sich irgendwo zwischen den Polen Stoner- , Psychedelic-Rock, Pop und elektronischer Tanzmusik hin und her bewegend, erschafft die vier Köpfe zählende Truppe (zumindest das ist bekannt) ein vielschichtiges, bis in das kleinste Detail ausgearbeitetes und an Nuancen und Facetten ungemein reiches Klangtheater. Die Position des Sängers durch ein zweites Schlagzeug besetzt, lassen Sex On The Beach einen ungemein druckvollen und zugleich fast schon hypnotisch wirkenden Gesamtsound entstehen, welcher sich von Ton zu Ton stetig verdichtet und dem man als Zuhörer und Beobachter einfach ausgeliefert ist.
Die Mitglieder lassen den ständig pulsierenden und sich stetig in Bewegung befindlichen Stücken viel Zeit sich voll zu entfalten und halten damit den Spannungsbogen durchgehend auf dem höchsten Level. Schritt für Schritt erwachsen aus all den verschiedenen klanglichen Elementen faszinierende akustische Kunstwerke, die einfach nur in Staunen versetzen, geben sie von Mal zu Mal doch immer neue Geheimnisse preis.
Besonders auf der Bühne stellt die Combo eine wahres Ereignis dar. Maskiert und in Schwarzlicht gehüllt, fesselt die Band ihr Publikum mit einem lange nachwirkenden Hörerlebnis, von dem man einfach nicht genug bekommen kann. Sex On The Beach liefern eindrucksvoll und auf begeisternde Weise den Beweis, dass das Genre des Rock immer noch Überraschungen auf Lager hat. Bleibt zu hoffen, dass man von dieser außergewöhnlichen Band auch in Zukunft noch so einiges zu hören bekommt. (mt)