
Wirklich groß vorstellen muss man keinen dieser vier Musiker. Längst einen hervorragenden Ruf auch außerhalb Österreichs genießend, zählen Florian Bramböck, Klaus Dickbauer, Christian Maurer und Wolfgang Puschnig in Sachen Jazz hierzulande seit vielen Jahren zu den führenden und den gefragtesten Protagonisten. In ihren vielen unterschiedlichen Projekten sich immer wieder musikalisch zu neuen Ufern aufmachend, ist das Verharren in der immer gleichen stilistischen Position nicht unbedingt ihr auserwähltes Ziel. Vielmehr sind sie bestrebt, jeder auf seine ganz individuelle Art, eine eigene Sprache des Jazz zu entwickeln, eine, die sich eben nicht innerhalb vordefinierter Grenzen bewegt, sondern auch Verbindungen zu anderen Spielformen zulässt.
Im Quartet Saxofour vereint, wandeln Florian Bramböck und seine Kollegen auf einem Pfad, der von experimentellen Ansätzen, über die Verbindung von Traditionellem mit dem Modernen und einer Art der Neuen Improvisationsmusik bis hin zu den verschiedenen Formen der Weltmusik führt. Diese an den Tag gelegte Offenheit bedingt letztlich die Entstehung eines in seiner Note sehr facettenreichen und vielschichtigen Sounds, welcher sich genauso über weite harmonische Melodiebögen, wie auch über komplex Rhythmisches definiert. Die besondere Kunst und das Können der vier Beteiligten spiegelt sich vor allem darin wider, alles wie aus einem Guss erklingen zu lassen. Ihre Musik wird getragen von einer ordentlichen Portion Spielwitz, die verhindert, dass sich das Dargebotene auf allzu sperrigem und kopflastigem Terrain verliert. Sie bleibt offen und ist so gestaltet, dass sie für das Publikum vom ersten bis zum letzten Ton unterhaltsam, leicht nachvollziehbar und vor allem interessant bleibt. (mt)
Foto Saxofour: Vladimir Yurkovic
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