Rockhouse Salzburg: Ein Herbstprogramm mit vielen musikalischen Seiten

Das Rockhouse Salzburg geht mit einem Programm in den Herbst, das einmal mehr die stilistische Bandbreite des Hauses abbildet. Von Indie, Alternative und Rock über Punk und Pop bis zu Blues, Hip-Hop und elektronischer Clubmusik reicht das Angebot. Neben international etablierten Acts finden sich zahlreiche österreichische und insbesondere Salzburger Künstler:innen im Kalender. Dazu kommen Reihen wie Blue Monday, Eleven Empire und Local Heroes, die jeweils eigene musikalische Schwerpunkte setzen. Ein Programm also, das unterschiedliche Hörgewohnheiten zusammenbringt und zugleich der regionalen Szene eine wichtige Bühne bietet.

Bild Plakat Rockhouse Birthday Party
Rockhouse Birthday Party (c) Rockhouse Salzburg
Bild der Musikerin Anna Buchegger
Anna Buchegger © Anna Hadaier

Ein erster Höhepunkt ist die 33rd Rockhouse Birthday Party am 9. und 10. Oktober. Zum Geburtstag werden sämtliche Räume des Hauses bespielt. Das von Singer/Songwriterin Mel Mayr und Dominik Wendl von Please Madame kuratierte Programm verbindet internationale Gäste mit Acts aus Österreich und Salzburg. Den Auftakt macht am 9. Oktober die Tennengauerin Anna Buchegger, die alpenländische Folklore, Hackbrett und avantgardistische Pop-Elemente mit Dialekttexten verbindet. Als Headlinerin ist die irische Singer-Songwriterin Wallis Bird zu Gast. Ergänzt wird der Abend unter anderem von Catastrophe & Cure, Ro Bergman, Jo The Man The Music und Songs For The Red Sun, die sich live dem Repertoire von Kyuss und Queens of the Stone Age widmen.

Bild der band Frittenbude
Frittenbude © Bastian Bochinski

Am zweiten Geburtstagstag übernimmt das deutsche Elektro-Punk-Duo Frittenbude den Headliner-Slot. Daneben stehen mit Naked Cameo, Fenzl, Laurenz Nikolaus und Farmar, dem Projekt von Mario Fartacek, mehrere unterschiedliche Spielarten österreichischer Pop- und Independent-Musik auf dem Programm. Den Abschluss bildet das Kollektiv DJs für eine bessere Welt mit Clubmusik.

Auch abseits des Geburtstags setzt das Rockhouse auf internationale Namen. Die Indie-Reihe startet mit Black Sea Dahu aus der Schweiz, am 22. Oktober folgt der britische Songwriter Fink. Im November stehen unter anderem die Amadeus-Award-Gewinner Endless Wellness und die Salzburger Steaming Satellites auf dem Programm. Letztere spielen am 13. November eine bereits ausverkaufte Show; ein Zusatztermin ist für März 2027 angesetzt.

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Im Rockbereich reicht die Palette von der seit Monaten ausverkauften Show von Danko Jones am 23. Oktober über Tito & Tarantula bis zu den Tiroler Psych-Rockern Mother’s Cake. Mit Itchy und Sondaschule kommen im November außerdem zwei deutsche Punk- beziehungsweise Ska-Punk-Acts nach Salzburg. Am 16. Dezember folgt mit Kadavar ein Vertreter des Berliner Hard Rock und Heavy Sound.

Auch im Pop- und Hip-Hop-Bereich setzt das Rockhouse unterschiedliche Akzente. Am 14. Oktober ist der Wiener Sänger Cosmo zu Gast, der Österreich 2026 beim Eurovision Song Contest mit „Tanzschein“ vertreten hat. Im November folgen unter anderem Marten und im März die österreichischen Acts Ness, bac und Lemo. Im Hip-Hop-Segment steht mit dem Wiener Rapper und Produzenten Jugo Ürdens ebenfalls ein österreichischer Name auf dem Programm.

Bild des Musikers Cosmó
Cosmó © Matthias Heschl

Eine besondere Stellung nimmt der Blue Monday ein. Die wöchentlichen Montagskonzerte widmen sich dem Blues in seinen unterschiedlichen Ausprägungen und bringen im Herbst eine Reihe internationaler Musiker:innen nach Salzburg. Den Anfang machen Nick Steed und Dom Martin, danach folgen unter anderem die Krissy Matthews Band mit Kim Jennett, Big Daddy Wilson und Erja Lyytinen. Mit Danielle Nicole und Eric Johanson setzt sich die Reihe bis in den November fort. Dazwischen sorgt die Salzburger Band Loveboat für eine lokale Note, während Julijan Eric & Midnight Lightnin’ eine Jimi-Hendrix-Tribute-Show spielen. Ein Höhepunkt ist zudem die Rockhouse Allstar Band, die am 30. November mit Gründer:innen und Musiker:innen aus der Salzburger Szene ein abendfüllendes Konzert gestaltet.

Für Entdeckungen jenseits gängiger Genregrenzen steht Eleven Empire. Die Reihe bringt am 23. September Descartes A Kant aus Mexiko mit einer Mischung aus Noise-Rock, Avantgarde und theatralischem Punk nach Salzburg. Im Oktober folgt mit My Son The Doctor eine New Yorker Band, die sich am Indie-Sound der 1990er orientiert. Farveblind aus Dänemark verbinden im November Acid Techno, Breakbeats und Punk, bevor Widowspeak aus den USA mit Dream-Pop und Slowcore einen ruhigeren Akzent setzen. Neu ist dabei auch eine konkrete Maßnahme zur kulturellen Teilhabe: Schüler:innen und Studierende erhalten Tickets für zehn Euro.

Bild der Band Widowspeak
Widowspeak (© Alexa Viscius

Daneben bleibt das Rockhouse seiner Funktion als Plattform für die heimische Musikszene treu. Die Reihe Local Heroes präsentiert im Herbst unter anderem die MSC BigBand, die Glue Crew, 7 Dials Mystery, 7 Years Bad Luck, The Vintage Cinema Club, Uncovered Traces und Aleator. Den Jahresabschluss dieser Reihe bestreiten Ava Fina, Neulich und Broken B-Sides.

Auch der Club 101 erweitert das Programm um internationale Sounds. Skarra Mucci und Manudigital verbinden im September Reggae, Dancehall und digitale Produktion, im November bringt Amy True politisch geprägten Hip-Hop mit Elementen aus Jazz und Soul zusammen. Und mit „Rockhouse on Tour“ verlässt das Haus regelmäßig die eigenen Räume und präsentiert Konzerte an weiteren Salzburger Spielorten.

Der Herbst im Rockhouse zeigt damit einmal mehr ein Haus, das sich nicht auf einen bestimmten Stil festlegt. Große internationale Tourneen stehen neben österreichischen Acts, lokale Projekte neben musikalischen Entdeckungen. Gerade diese Mischung macht das Programm aus: Es geht weniger um eine gemeinsame musikalische Linie als um unterschiedliche Zugänge zu Live-Musik – von der intimen Clubshow bis zum ausverkauften Konzertabend.

Das gesamte Programm unter: https://www.rockhouse.at/de

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