
Die ausgefallene Konzeption des proFILE Jazz Festival in Dornbirn ist beim Publikum in den letzten Jahren auf äußerst positive Resonanz gestoßen. Die Konzerte sind geprägt von ausgewählten herausragenden Musikerpersönlichkeiten, deren vielschichtiges Schaffen von verschiedenen Perspektiven her beleuchtet wurde. Heuer stehen der aus Brasilien stammende und in Wien lebende Gitarrist, Sänger und Perkussionist Alegre Corrêa und der amerikanische Bassist Jamaaladeen Tacuma im Mittelpunkt.
Die Musik Alegre Corrêa ist stark von dessen Heimat Brasilien beeinflusst, und findet ihren Ausdruck in einer fast unnachahmlichen Mischung aus viel Rhythmusgefühl und Sensibilität. Es gibt nicht viele Künstler/Innen, denen es so spielerisch gelingt, die eigenen musikalischen Wurzeln mit unterschiedlichsten Formen des europäischen Jazz oder der Weltmusik zu erweitern. Gerade diese Fähigkeit macht Corrêa zu einem der vielseitigsten und gefragtesten Gitarristen in Österreich.
Am 28. September startet der in Wien lebende Musiker seinen Konzertabend zusammen mit seinem langjährigen Partner Wolfgang Muthspiel, mit dem er schon einige legendäre Auftritte hinter sich gebracht hat. Das Beste aus zwei Welten verbindet anschließend die Alegre Corrêa Group. Das seit 15 Jahren bestehende siebenköpfige Ensemble vereint hervorragende brasilianische und österreichische Musiker/Innen, die unter der Leitung des Gitarristen, Weltmusik vom Allerfeinsten bieten.

Über Jamaaladeen Tacuma, der am 29. September auf der Bühne zu bewundern ist, viele Worte zu verlieren, ist eigentlich nicht wirklich notwendig. Der Amerikaner hat eine, im positiven Sinn, sehr bewegte musikalische Karriere hinter sich. Sein Bass-Spiel wird rund um den Globus als einzigartig bezeichnet, da er wie kein anderer dieses zu beeinflussen vermochte. Zahlreiche Kooperationen mit so genannten Weltstars des Genres pflastern seinen musikalischen Werdegang. Seit Mitte der 80er Jahre konzentrierte sich der äußerst versierte Bassist zahlreichen musikalischen Projekten, die sich irgendwo im musikalischen Spannungsfeld zwischen Jazz und Funk befinden. Egal in welchem er gerade tätig ist, er schafft es jedes Mal den Kompositionen seinen unverwechselbaren Stempel aufzudrücken.
Der Konzertabend bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich mit den unterschiedlichen Projekten von Jamaaladeen Tacuma auseinander zu setzen. So widmet der Bassist einen Teil seines Programms mit einer eindrucksvollen Hommage den Kompositionen des Jazztitanen Thelonious Monk. Weiterer Höhepunkt des Abends ist mit Sicherheit der Auftritt mit seinem langjährigen Freund, dem Saxophonisten Wolfgang Puschnig. Seit fast 20 Jahren bespielen sie gemeinsam unter dem Namen Gemini Gemini die Bühnen dieser Welt. Frei improvisiert wird schließlich mit den Unsolved Mysteries.(mt)